Sonntag, 28. Februar 2016

Unterwegs in Bremen | Große Liebe im "Käseschmidtchen"

Während ich hier gerade genussvoll in mein Käsebrötchen beiße und mir dabei meinen nach Milchprodukten süchtigen Kater vom Leib halten muss, fällt mir auf, dass ich ja noch gar nichts über den fantastischen Käseladen "Käseschmidtchen" berichtet habe. Das muss jetzt aber schleunigst nachgeholt werden!



Weihnachten liegt ja nun bereits etwas zurück, aber unter meinem Tannenbaum lag u.a. ein Gutschein für einen Käse-Wein-Abend am 06.02.2016 im Käseschmidtchen. Ich bin seit jeher ein großer Käsefan und ich mümmel (sehr zm Ärger von meinem Freund) auch gerne mal unsere Vorräte aus dem Kühlschrank weg. Diese schlechte Angewohnheit ist auch durch diesen Verköstigungsabend nicht wirklich besser geworden, aber so leid es mir tut, bei Käse kann ich mich nur schwer unter Kontrolle halten!


Die Käse-Wein-Abende finden regelmäßig einmal im Monat statt und sind stets wahnsinnig schnell ausgebucht. Zurecht wie ich finde, denn diese Verköstigungsabende sind sehr nett und man merkt wieviel Herzblut die Besitzerin Birte Schmidt in ihren kleinen Laden steckt. An unserem Abend waren wir insgesamt mit 12 Personen am Start. Wir haben zuerst mit den milderen Käsesorten und Weißwein angefangen und uns dann langsam zu den kräftigeren Sorten im Zusammenspiel mit einem vollmundigen Rotwein vorgearbeitet. Man muss während der Verköstigung übrigens über ein wenig Selbstbeherschung verfügen, denn sonst schafft man es kaum auch noch die letzten Käsesorten zu probieren. Ich hatte meine Sucht ganz gut im Griff, auch wenn ich auf den letzten Käse an diesem Abend durchaus hätte verzichten können. Denn es hat sich mal wieder bestätigt: Blauschimmelkäse und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr, und ganz beonders der Roquefort kann sich meiner lebenslangen Abneigung sicher sein!

Die anderen Käsesorten waren dagegen einfach nur köstlich! Ich habe nicht genau nachgezählt, aber ich behaupte jetzt einfach einmal, dass wir etwa 20-25 verschiedene Käsesorten an diesem Abend probiert haben und einer hat meine Liebe dabei im Sturm erobert: finest english Wensleydale with Cranberries! Käse mit Cranberry klingt jetzt vielleicht erstmal wie Pudding mit Senfsoße, aber den Skeptikern da draußen sei gesagt: probiert ihn und lasst euch eines besseren belehren! Dieser Käse ist wie ein kleines, unschuldiges Tierbaby - man muss ihn einfach lieb haben! Unser Verköstigungsabend ist erst vier Wochen her und in dieser Zeit, haben wir diesen Käse nun bereits zum dritten mal gekauft, wobei die erstandenen Stücke immer größer und seine Aufenthalte in unserem Kühlschrank immer kürzer werden. Aber was soll ich sagen? Es ist halt Liebe auf den ersten Biss!


Donnerstag, 25. Februar 2016

Urlaub in Neuengland | Hello White Mountains


Wir sind bei strahlenden Sonnenschein von Greenville Richtung Bethel gefahren. Über Airbnb haben wir eine ganz fantastische Unterkunft gefunden, die uns so gut gefallen hat, dass wir uns nach einer kurzen Begutachtung vor Ort spontan entschieden haben noch einen Tag länger zu bleiben. 

An unserem ersten Tag waren wir mal wieder schneller am Ziel, als wir eingeplant hatten. Da das Wetter noch gut war und für die nächsten Tage einige Regenschauer angekündigt waren, haben wir uns kurzer Hand entschlossen bereits am ersten Tag zum Mount Washington zu fahren. Der Mount Washington ist der höchste Berg in den White Mountains. Die Spitze kann man mit viel Zeit im Rücken zu Fuß erreichen, oder aber auf die klassische amerikanische Art: mit dem Auto oder Zug. Bei der Autovariante gibt es zwei Möglichkeiten: man lässt sich hochfahren oder man wagt die Fahrt mit dem eigenen Pkw. Wir haben letzteres gewählt, zumal dies preislich auch mit Abstand die günstigste Variante war. Die Straße ist anfangs noch breiter und duch die Bäume gut begrenzt, aber je höher  man fährt desto schmaler wird die Straße und irgendwann gibt es auch keine Büsche mehr am Straßenrand, sondern nur noch steinigen Abgrund. Es war schon nervlich ziemlich anstrengend den Weg hoch zufahren, zumal uns hin und wieder auch ein Auto entgegen kam, aber die Aussicht war die Mühe wirklich wert.






Der Weg nach unten hatte es wirklich in sich. Da man quasi ständig bremsen muss, ist es wichtig immer wieder Pausen einzulegen, damit die Bremsen nicht überhitzen. Trotz regelmäßiger Pausen fingen auch unsere Bremsen an zu qualmen, so dass wir unsere Pausen weiter ausdehnen mussten. Letztendlich sind wir aber doch gut wieder unten angekommen. Am nächsten Tag zeigte sich, das es eine gute Entscheidung war, bereits am Ankunftstag den Mount Washington hoch zufahren, denn es hat den ganzen Tag geregnet und die Wolken hingen entsprechend tief in den Bergen. Wir haben uns in einer Regenpause trotzdem vor die Tür gewagt und einen kleinen Abstecher in den White Mountain National Forrest unternommen.



So sind wir also im schönsten Nieselregen durch den Wald gestapft und hatten diesen auch quasi für uns alleine. Sehr begeistert war ich hierbei jedoch von trotz des gräulichen Wetters intensiven Laubverfärbung. Leider lies sich das nicht unbedingt gut mit der Kamera einfangen.

Nach unserem Trail sind wir in die nächste Ort Jackson gefahren, wo wir uns in einem kleinen Café ein wenig aufgewärmt haben. Direkt vor dem Café war ein Golfplatz. Ich hab mit Golf nichts am Hut, aber der Platz sah schon schön aus:




Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen kleinen Zwischenstopp beim Thompson Fall eingelegt, bevor es dann wieder in unsere schöne Unterkunft ging. Abends haben wir uns nur noch einmal vor die Tür gewagt und im S.S. Milton ganz großartig gegessen. Den Tipp haben wir von Victoria und Bruce bekommen, und auch wir können diese Empfehlung so weiter geben. Ich hab noch nie so verdammt leckere Jakobsmuscheln gegessen wie dort!









Der nächste Tag war leider immer noch ziemlich verregnet und somit haben wir mal wieder das getan, was wir im Urlaub meistens bei schlechtem Wetter machen: Shoppen. Dazu muss man wissen, dass New Hampshire ein echtes Shopping-Paradies ist. Das liegt nicht nur an dem großen Outlet Park in Conway, sondern auch an den niedrigeren Steuern auf Konsumgüter. In New Hampshire sind dadurch viele Waren noch um einiges billiger, als in den anderen Bundesstaaten der USA. Wir haben hier auch ganz gut zugeschlagen und somit auch diesen Regentag sinnvoll genutzt.

Am nächsten Tag mussten wir uns dann leider von Bruce und Victoria verabschieden. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt in unserem eigenen kleinen Reich. Wir hatten aber ja nun auch noch einiges auf dem Schirm, und Vermont wartete noch auf uns. Der Weg dorthin sind wir den Kancamagus Highway gefahren. Da wir ja bereits in der Umgebung von Bethel doch die deutlichen Vorboten des Indian Summers entdecken konnten, versprach der Highway auch noch ein Highlight zu werden, denn er wird überall als eine der schönsten Straßen während der Blätterverfärbung beschrieben. Hier gibt es schon einmal einen kleinen Vorgeschmack: