Montag, 27. Oktober 2014

Unterwegs in Bremen | Hier werden Zuckerträume wahr :-)


Diesen Sommer war ich zum ersten mal in der Bremer Bonbon Manufaktur und das Kleinkind in mir flippte aus vor Freude: wohin ich auch blickte sah ich Lollis und Bonbons in allen möglichen Größen und Farben und ich wäre am liebsten sofort auf der Stelle hier eingezogen. Auf die Frage "Was darf es denn sein?" konnte ich vor lauter Reizüberflutung erst einmal gar nicht antworten. "Alles!" wäre zwar die passende Antwort gewesen, aber die Erwachsene in mir fand das leider etwas übertrieben. Also wanderten als Kompromiss zwei Bonbon-Mischungen in meine Tüte ("Bremen ahoi" und "Bunte Mischung") und ich ging glücklich nach Hause.



Am letzten Wochenende hatte ich nun das große Glück mit 9 anderen Bloggerinnen den Zuckerbäckerinnen über die Schulter blicken zu dürfen. Wir durften zusehen, wie die Zuckermasse flüssig aus dem Topf auf der Marmorarbeitsplatte landete und dort je nach Vorgabe mit verschiedenen Geschmacksaromen und Farbrichtungen so lange geknetet und gezogen wurde, bis sie für die Bonbonproduktion die richtige Konsistenz hatte. Anschließend wurde sie auf der Wärmeplatte zu leckeren Bonbons oder Lollis verarbeitet. 




Nach der ersten Demonstration durften wir uns nun in zwei Gruppen für Farbe und Geschmacksrichtung entscheiden und anschließend versuchen die Bonbons und Lollis selbst in Form bringen. Für die Bonbons wird die Zuckermasse einfach zu langen Würsten ausgerollt und anschließend unter der Bonbonpresse in einzelne Bonbons geteilt. Für die Lollis wird ein Stück von der noch weichen Bonbonmasse abgeschnitten, die Ecken eingeklappt, der Stiel reingedrückt und anschließend mit einer kleinen Platte einfach flach gedrückt. Klingt zunächst erstmal ganz simpel, aber ganz ehrlich: es ist gar nicht so einfach Lollis einigermaßen schön in Form zu bringen.




Manch einer mag meinen, dass unsere Lolli-Kreationen durchaus noch etwas ausbaufähig sind, aber ich finde, unsere Bonbons können sich dafür echt sehen lassen ;-) Und wie im echten Leben zählt auch hier nicht nur das Aussehen, sondern auch der Geschmack. Und der war einfach nur Mmmmmmmmhhhhh :-)

Dienstag, 21. Oktober 2014

Urlaub in Kanada | Umgebung von Vancouver


 Da waren wir nun also wieder zurück in Vancouver. Nach gut 2100 km Autofahrt kamen wir also wieder dort an, wo unsere Reise begonnen hat. Die Tour ist mein Freund übrigens auf eigenen Wunsch komplett selbst gefahren. Sein Argument war, dass ihn Auto fahren hier entspannt. Wer nur auf deutschen Autobahnen unterwegs ist wird an dieser Stelle vielleicht ungläubig den Kopf schütteln, aber es stimmt wirklich: sowohl in Kanada als auch in den USA ist Auto fahren wesentlich angenehmer als bei uns. Wo in Deutschland jeder zusieht, dass er ja als erster am Ziel ankommt, wird in Nordamerika wesentlich mehr Rücksicht aufeinander genommen. Außerdem bin ich immer wieder begeistert, wenn ich hier erleben darf, wie gut doch tatsächlich das Reisverschlussverfahren funktionieren kann. Vor Baustellen auf deutschen Autobahnen wird ja immer wieder sehr anschaulich auf Anzeigetafeln erklärt wie es geht, aber irgendwie sind die Deutschen echt zu blöd dafür. Wer von Norden nach Vancouver über die Lions Gate Bridge fährt, findet sich in der Situation wieder, sich von vier Spuren auf eine einspurige Straße einzufädeln, wobei die öffentlichen Verkehrsmittel ihre eigene Spur und obendrein auch noch Vorfahrt haben. Funktioniert sogar im Feierabendverkehr perfekt, ohne dass ein großartiger Stau entsteht. Es geht also doch!

Da wir dieses mal ja noch das Auto hatten, haben wir unsere Unternehmungen auf den Norden von Vancouver ausgeweitet. Bei unserem ersten Besuch haben wir einen Ausflug zur Capilano Suspension Bridge unternommen. Die Seilbrücke ist 136 Meter lang und führt in rund 70 Meter Höhe über den Capilano River. Man muss schon ein wenig Vertrauen in das Können der Ingenieure haben, um den Gang über die Brücke zu wagen. Die Brücke schwankt doch ziemlich wenn man mit einer ganzen Horde von Touristen über diese Brücke geht. Ich bin zum Glück relativ schwindelfrei und habe den Gang ganz gut gemeistert.



Nördlich der Capilano Suspension Bridge befindet sich der Capilano River Regional Park dem wir dieses mal einen Besuch abstatteten. Links und rechts des Capilano Rivers gibt es einige schöne Trails die man ablaufen kann. Wir sind bei der Salmon Hatchery gestartet und dann Richtung Capilano Lake gelaufen, der Trinkwasserquelle Vancouvers.






Folgt man dem Straßenverlauf der Capilano Road gelangt man automatisch zur Seilbahnstation auf den Grouse Mountain. Bei unserem ersten Vancouver Aufenthalt sind wir dort hochgefahren und haben die schöne Aussicht auf Vancouver genossen. Ansonsten ist der Grouse Mountain für meinen Geschmack etwas zu touristisch. Etwas weniger Trubel würde mir persönlich besser gefallen.







So, dass war es mit meinem Urlaubsbericht. Leider hat er sich etwas länger hingezogen, als ich es ursprünglich geplant hatte, aber es ist auch gar nicht so einfach drei vollgestopfte Wochen in ein paar Posts unterzubringen. Ich hoffe, ich habe hier nicht zu sehr geschwafelt, aber wenn ich von einem Urlaub so begeistert bin, bin ich nur schwer zu bremsen :-)

Montag, 20. Oktober 2014

englische Woche

Die englische Woche kennt man ja für gewöhnlich aus der Welt des Fußballs. Da Werder ja nun aber seit Jahren schon nicht mehr international spielt und ich somit auch nicht in das Vergnügen einer englischen Woche komme, wird diese nun musikalisch eingeläutet. Das macht zur Zeit auch deutlich mehr Spaß als den Grün-Weißen beim Kicken zu zusehen.


Mein Freund hat mir leichtsinnigerweise dieses Jahr zum Geburtstag für 12 Monate Gutscheine für Unternehmungen meiner Wahl geschenkt. Als ich dann vor einigen Monaten gesehen habe, dass die Kaiser Chiefs mal wieder im Norden Deutschlands auftreten, war für mich klar: einer meiner Gutscheine ist hier gut angelegt. Und so sind wir dann am 11. Oktober in der "Fabrik" in Hamburg gelandet. Ich hab die Kaiser Chiefs bereits vor zig Jahren im Pier 2 und vor 3 Jahre auf dem Hurricane-Festival gesehen. Dort hatte ich sogar das große Glück ganz vorne in der ersten Reihe zu stehen. Da ich ein ziemlich ramponiertes Kniegelenk habe ist Springen und Hüpfen nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung auf Konzerten, aber hier konnte ich einfach nicht anders. Wenn eine Band es also schafft das ich anfange mich wie ein Teenie zu benehmen, schreit das nach einer Wiederholung. Mein Freund kannte die Band zwar und mag auch den Song "Ruby" sehr gerne, aber das war es dann auch schon. Seine Erwartungshaltung war daher dementsprechend zurückhaltend. Aber wer so ein Geburtstagsgeschenk macht, darf sich auch nicht beschweren :-) Nach einer eher mäßigen Vorband haben die Jungs um Ricky Wilson dann aber auch alles gegeben, dass nicht nur ich sondern sogar mein Freund richtig begeistert war. Das war echter Rock 'n Roll!


Den nächsten musikalische Leckerbissen gab es nur 4 Tage später im Aladin: Maximo Park kamen mal wieder nach Bremen und da ich die noch nie so richtig gesehen habe (auf dem Hurricane um 1 Uhr morgens mit bereits halb geschlossenen Augen zählt irgendwie nicht.) wollte ich mir den Auftritt dieses mal nicht entgehen lassen. Meinem Freund habe ich dieses mal aber lieber zu Hause gelassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass er auch von Maximo Park begeistert sein würde, habe ich deutlich geringer eingeschätzt ;-) Ich muss jedoch leider zugeben, dass ich selbst von Maximo Park nicht ganz so viele Lieder kenne, aber die wenigen gefallen mir richtig gut. Begleitet wurde ich dieses mal von einer Freundin und nach den 90 Minuten waren wir beide schwer begeistert und fast taub ;-) Da das Konzert nicht ausverkauft war, hatten wir die Möglichkeit einen ziemlich guten Platz zu ergattern ohne das wir dafür im Gedrängel stehen mussten. Für die Band tat mir das ein wenig leid, aber für mich persönlich war es großartig. Bei den Kaiser Chiefs musste ich mich zwischendurch doch ganz schön recken, damit ich überhaupt was sehe. Maximo Park haben das nicht ganz ausverkaufte Aladin aber auf eine sehr lässige Art hervorragend gerockt.


Der letzte Auftritt im Bunde hatten am Samstag New Model Army im Aladin. Auch wenn dieses Konzert ebenso wie Maximo Park nicht ausverkauft war, so war es doch um einiges voller als am Mittwoch. Das Sehvergnügen war dadurch für mich mal wieder sehr eingeschränkt, aber dafür war das Hörvergnügen gewohnt gut. Ich kenne New Model Army natürlich auch noch aus früheren Zeiten, allerdings bin ich in deren Diskographie nicht ganz so bewandert, wie meine Begleiter. Ich habe mal wieder vergeblich auf  "Vagabonds" gewartet, aber für meine Freundin gab es in der Zugabe immerhin "Green and Grey". Somit hat ihr dieses wirklich gute Konzert mit Sicherheit noch ein klein wenig besser gefallen als mir ;-)


Sonntag, 5. Oktober 2014

Backwahn | Apfelkuchen

Derzeit gibt es hier wenige eigene Rezepte, aber ich möchte mich halt nicht mit fremden Federn schmücken! Dieses Apfelkuchenrezept stammt mal wieder von "lecker", genauer gesagt aus dem Sonderheft Sansibar vom letzten Jahr. Wirklich sehr lecker, wenn auch nicht unbedingt für diejenigen geeignet, die gerne abnehmen möchten ;-)