Montag, 25. August 2014

Urlaub in Kanada | Whistler und Squamish



Bevor es hier mit meinem Bericht über Kanada weiter geht möchte ich voller Stolz verkünden, dass ich die Ehre hatte meinen ersten Gast-Beitrag zu schreiben! Ich habe Neni vor einigen Wochen auf einem Blogger Picknick im Bürgerpark kennengelernt. Sie schreibt einen Reiseblog und hatte mich gefragt, ob ich Lust hätte etwas über meinen Kanadaurlaub zu schreiben. Was für eine Frage ;-)

Das nächste Ziel auf unserer Route war der Ort Whistler. Wer aufmerksam die Winterolympiade 2010 verfolgt hat, dem ist sicherlich nicht entgangen, dass einige der Wettkämpfe nicht in Vancouver, sondern in Whistler stattgefunden haben.Whistler zählt zu den bekanntesten Skigebieten in Kanada und die Region ist ein absolut touristisches Boomgebiet. Ich bin nun alles andere als ein Skihase, aber auch für Nicht-Wintersportler lohnt sich ein Abstecher hierher. Vorab haben wir aber noch einen kleinen Zwischenstopp bei den Joffre Lakes eingelegt. Es gibt hier den Lower, Middle und Upper Joffre Lake, die in den Sommermonaten mit einer wunderschönen türkisblauen Farbe und einer herrlichen Gletscherlandschaft im Hintergrund bestechen sollen. Bei unserem Zwischenstopp hat es leider ein wenig genieselt, aber da der Trail freigegeben war, wollte wir zumindest bis zum Lower Joffre Lake laufen. Der Trail bis zum Upper Joffre Lake ist mit 5 km zwar nicht gerade lang, aber mit einem Höhenunterschied von etwa 400 Metern auch nicht gerade leicht zu bewältigen. Der Weg zum Lower Joffre Lake war für uns bereits eine ziemliche Herausforderung. Auf dem Trail lag noch eine dicke Schneeschicht und bei dem ansetzenden Tauwetter bin ich auch zwei bis drei mal bis zu den Knien im Schnee versunken.



Von der türkisblauen Farbe war leider nicht viel zu sehen und bei den doch schwierigen Wegverhältnissen brauchten wir uns auch nicht schäbig fühlen, dass wir uns den Weg bis zum Upper Joffre Lake geschenkt haben.


 


Da das Wetter an unserem Ankunftstag in Whistler nicht gerade rosig war, haben wir uns lediglich den Ortskern angesehen und noch eine Kleinigkeit gegessen. Der nächste Tag sah anfangs zwar genau so bescheiden aus, aber bei der ersten Regenpause haben wir uns dann doch noch vor die Tür gewagt und uns die nähere Umgebung angesehen. Man darf sich in Whistler übrigens nicht wundern, wenn man immer wieder Menschen bei doch sommerlichen Temperaturen in dicker Skiausrüstung rumlaufen sieht. Hier kann man nämlich das ganze Jahr durch Ski fahren oder Snowboarden. Aber nicht nur Skifahrer gibt es hier zu sehen, sondern auch jede Menge verdreckter Mountain Biker. Mit dem Lift kann man inklusive Mountain Bike den Berg hochfahren und von eben jenen mit dem Rad auch wieder runter sausen.



Es gibt in Whistler aber nicht nur die Möglichkeit sich auf verschiedene Arten den Hals zu brechen, sondern man kann auch auf sehr schönen Wegen spazieren gehen. Nachdem ich doch ein wenig gebraucht habe mich in dieser fast komplett autofreien Stadt zu orientieren haben wir dem Lost Lake einen Besuch abgestattet.




Das Wetter hat es an diesem Tag doch noch tatsächlich gut mit uns gemeint und so haben wir bei strahlenden Sonnenschein den See umrundet. Am Abend haben wir uns noch ein wirklich gutes Essen in der Old Spaghetti Factory gegönnt bevor es dann am nächsten Tag weiter nach Squamish ging. Eigentlich wollten wir von Whistler aus gleich bis nach Vancouver durchfahren, aber da unser Hotel für diesen Tag noch kein Zimmer für uns frei hatte und uns eine weitere Nacht in Whistler insgesamt zu teuer war, haben wir uns für diesen Zwischenstopp entschieden. Unterwegs haben wir noch dem Alice Lake Park einen Besuch abgestattet. Dort sind wir ein Stück den wunderschönen Four Lakes Trail gelaufen.



Die Ankunft in Squamish war allerdings nicht so toll. Wir hatten in einem Tim Hortens gefrühstückt und wollten uns dann weiter zu unserer Unterkunft machen, als uns auf dem Parkplatz ein anderes Auto in unseren Wagen gefahren ist. Der Schaden war nicht besonders schlimm, aber so war erst einmal wilde Telefoniererei mit unserer Autovermietung notwendig sowie der Austausch der Daten mit unserer Unfallgegnerin. Auf dieses Theater hätten wir gut und gerne verzichten können, aber da uns hier keine Schuld traf, blieb dieser Crash zumindest für uns ohne Konsequenzen. Der Ort Squamish ist nicht unbedingt spektakulär, aber man sollte zumindest einen Blick auf den wirklich beeindruckenden Shannon Fall geworfen haben. Das kann man aus der Ferne tun, oder so wie wir auch ganz aus der Nähe. Der Weg ist für kleine Menschen wie ich es bin mal wieder eine Herausforderung, denn es geht nicht nur auf normalen Wegen oder Treppen bergauf, sondern auch über beachtliche Felsstufen. Die Anschaffung meiner Wanderschuhe hat sich hier durchaus gelohnt.





Aus der Ferne sieht das Ganze dann so aus:


Die Bucht von Squamish zählt übrigens zu den besten Windsurfing-Revieren und an den Steilwänden neben den Shannon Falls befindet sich ein sehr beliebtes Klettergebiet. Man hat also durchaus genügend Möglichkeiten sich hier sportlich zu betätigen.




Von Squamish aus ging es anschließend "nach Hause" nach Vancouver. Eigentlich fährt man hier über den wirklich wunderschönen Sea to Sky Highway, aber an unserem Reisetag war das Wetter wieder so mies, dass davon leider gar nichts zu sehen war. Da wir diesen Weg jedoch vor einigen Jahren schon einmal gefahren sind war es durchaus zu verschmerzen. Ich habe über Vancouver ja bereits ausführlich berichtet und somit befasse ich mich im nächsten und dann auch letzten Beitrag mit der Umgebung im nördlichen Vancouver.

Dienstag, 19. August 2014

Warten auf den Herbst


Obwohl ich zu Hause dafür bereits ausgebuht wurde, freue ich mich doch schon ein wenig auf den Herbst. Warum? Weil es meiner Meinung nach einiges gibt, auf das es sich zu freuen lohnt. Beispiele gefällig?

1. Ich liebe die warmen Herbstfarben. Zwar bedauere ich es sehr, dass die hier heimischen Bäume ihre Blätter in erster Linie gelb und nicht rot verfärben, aber im herbstlichen Sonnenschein sieht auch gelb wunderschön und fast ein wenig golden aus. Und als Ersatz für die hier fehlenden roten Ahornblätter eignet sich wunderbar das Weinlaub unserer Nachbarn. Somit haben wir zumindest im Hinterhof eine Art Indian Summer.

2. Pilze! Ich weiß, es gibt durchaus Menschen, die Pilze regelrecht verabscheuen. Ich gehöre jedoch nicht dazu. Pilzpfanne, Pilzrisotto, Flammkuchen mit Pfifferlingen - immer her damit!

3. Halloween! Ich weiß, dass es hierüber geteilte Meinungen gibt. Ich persönlich finde Halloween toll und ich habe daran wesentlich mehr Spaß als an der Faschingssaison. Mir gefällt das morbide Fest halt einfach besser als die aufgesetzte Fröhlichkeit mit ihren albernen Narrenkappen.

4. Wenn es vor allem abends merklich abgekühlt ist, kann ich es mir endlich wieder auf dem Sofa gemütlich machen und meine Lieblingsserien gucken, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. An einem lauen Sommerabend sitze ich doch lieber draußen.

5. Und wo wir gerade vom Rumlümmeln auf dem Sofa sprechen: sich dabei in eine kuschelige Wolldecke zu wickeln (auch wenn ich diese selten für mich alleine habe, da nach kurzer Zeit mindestens zwei Katzen ebenfalls unter diese kuschelige Wolldecken wollen) ist abends ein absolutes Muss!

6. Der Sommer ist für mich Beerenzeit, aber dem Herbst gehören die Äpfel. Ich liebe Apfelkuchen in sämtlichen Ausführungen. Am besten schmecken sie noch leicht warm.

7. Meine Übergangsjacken :-) Ich besitze zwei Wollmäntel in Rot und Schwarz die zu meinen absoluten Lieblingsjacken gehören. Im Winter sind sie definitiv zu dünn, aber für die ersten kühleren Tage sind sie perfekt.

8. Endlich gibt es wieder Kürbis :-) Ich bin ein großer Kürbisfan und auch dieses Jahr wird es wieder jede Menge Kürbisgerichte bei uns geben. Ich hoffe, dass ich neben unseren "Klassikern" auch noch neue Rezepte auftreiben kann.

9. Die Rückkehr der Biberbettwäsche! Als ich unsere erste Garnitur gekauft habe, wurde ich noch skeptisch angeguckt. Laut der damaligen Meinung meines Freundes ist Biberbettwäsche nur etwas für alte Leute. Die Meinung hat er sehr schnell geändert, denn es gibt keine kuscheligere und gemütlichere Bettwäsche als diese. Und da wir in der kalten Jahreszeit auf dieses Gefühl nicht mehr verzichten wollen, habe ich auch endlich eine zweite Garnitur gekauft.

10. Heiße Getränke. Damit meine ich nicht den morgendlichen Kaffee, sondern die heiße Schokolade am Nachmittag. Gerne auch mit ein wenig Chili oder einem kleinen Schuss Rum. Ich hab mir für dieses Jahr auch vorgenommen den einen oder anderen Punsch auszuprobieren. Mal sehen, wie der hier so ankommt ;-)



Sonntag, 3. August 2014

Rezept | Süßkartoffelrösti


Da ich es im Juni mit dem Grillen ein wenig übertrieben hatte, wurde der Juli von mir zur Fleisch freien Zone ausgerufen. Und somit landeten auch diese Süßkartoffelrösti auf unseren Tellern. 

Für die Röstis 500g Süßkartoffeln schälen und grob raspeln. Mit drei Eiern und 3 EL Speisestärke vermischen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Speiseöl in einer Pfanne erhitzen und die Röstis darin bei mittlerer Hitze von beiden Seiten 3-4 Minuten braten (die Masse reicht für 4 Röstis). Dazu gab es in Knoblauch und Thymian gebratene Paprikastreifen sowie Ziegenfrischkäse.