Dienstag, 24. Juni 2014

Urlaub in Kanada | Lake Louise und Banff

Bevor wir nach Banff gefahren sind, haben wir einen letzten Zwischenstopp in Lake Louise eingelegt. Der Ort heißt genau so wie der dazugehörige See und aufgrund der mir bis dato bekannten Bilder wie zum Beispiel hier war ich auch entsprechend auf eine atemberaubende Landschaft eingestellt. Doch wie ich bereits befürchtet hatte wartete auf uns kein türkiser See, sondern eine fast noch komplett geschlossene, mit Schnee bedeckte Eisfläche. Aber in einer Hinsicht wurde meine Erwartung erfüllt: selbst unter der Schneedecke ist die Landschaft atemberaubend schön!







Unsere Unterkunft in Banff hatten wir bereits von Revelstoke aus vorgebucht. Wir hatten geplant 3 Tage dort zu bleiben und da Banff nicht gerade ein billiges Pflaster ist wollten wir nicht bei sämtlichen Motels und Hotels vor Ort die Preise vergleichen. Wir waren im Banff Rocky Mountain Resort. Die teilweise schlechten Kritiken kann ich absolut nicht nachvollziehen. Unser Zimmer war stets sauber und auch das Personal fand ich sehr nett. Und richtig toll war der direkte Blick auf die Berge.




Wir hatten bisher mit dem Wetter Glück gehabt. Da uns am ersten Tag auch gleich die Sonne in voller Pracht begrüßte haben wir uns ziemlich schnell dafür entschieden heute zum Sulphur Mountain zu fahren. Eine weise Entscheidung, denn wir hatten von dort oben eine traumhafte Aussicht. Der Trail nach oben war zwar wieder einmal gespert, aber da wir eh nicht so die Bergwanderer sind war die Alternative mit der Seilbahn durchaus angenehm. 









Ich konnte mich nur ganz schwer von dieser Aussicht trennen, aber da wir ja nur drei Tage in Banff verbracht haben und noch einiges auf unserer to-see-Liste stand ging es dann doch wieder mit der Gondel nach unten. Dort angekommen fuhren wir erst mal Richtung Bow River um uns dort den kleinen Wasserfall anzusehen.



Anschließend haben wir der Umgebung von Cave and Basin noch einen Besuch abgestattet. In die Therme selbst sind wir nicht gegangen und haben daher auch die Höhlen nicht gesehen. Wir haben lediglich einen Blick auf die Quellen geworfen und dabei ist mir schon ein wenig schummrig geworden. Die Quellen sind nämlich sehr schwefelhaltig und stinken entsprechend nach verfaulten Eiern.


Aber in Umgebung von Banff gibt es nicht nur übel riechendes Wasser sondern auch wunderschöne Seen. Vom Sulphur Mountain konnten wir schon einmal einen kurzen Blick auf den Lake Minnewanka werfen. Im Vergleich zum Lake Louise hatte dieser teilweise nur noch eine sehr dünne Eisdecke und war größtenteils auch bereits frei von Schnee und Eis. Die Umgebung mit Blick auf den See war mal wieder grandios. Wir sind dann auch den ersten Abschnitt des Lake Minnewanka Trails gelaufen. Irgendwann kommt man dann aber zwangsläufig zu der Stelle, an der das Weiterlaufen nur noch in Gruppen von Minimum 4 Personen gestattet ist und auch wieder auf das Mittragen von Bärenspray hingewiesen wird. Überhaupt waren einige der schneefreien Trails gesperrt, da in diesen Gebieten zu dieser Jahreszeit vermehrt Bären unterwegs sind. In den Rocky Mountains ist ja auch der Grizzlybär zu Hause. Er ist zwar zahlenmäßig wesentlich geringer vertreten als der Schwarzbär und auch wesentlich scheuer, aber man muss sein Schicksal ja nicht unnötig herausfordern!



Direkt neben dem Lake Minnewanka liegt der idyllische Two Jake Lake. Hier haben wir nur einen kurzen Zwischenstopp eingelegt, denn wir wollten noch weiter zum Johnson Lake. Um diesen gibt es mal wieder einen sehr schönen Trail, den wir auch entlang gelaufen sind. Ich muss mittlerweile auch gestehen, dass ich ein richtiger See-Fan geworden bin und mein Traumhaus daher auch an einem See und nicht am Meer liegt. Bei solchen Aussichten auch nicht wirklich verwunderlich, oder?




Nach drei Tagen ging es dann für uns weiter Richtung Jasper. Um von Banff nach Jasper zu gelangen fährt man wirklich eine der schönsten Stecken überhaupt: den Icefield Parkway. Der Icefield Parkway führt direkt durch die Rocky Mountains und so tauchten immer wieder neue Landschaften vor uns auf, die uns regelmäßig ins Staunen gebracht haben. Ganz und gar unerwartet, war jedoch der Grizzlybär, der plötzlich am rechten Straßenrand zu sehen war. Die Straße war auf diesem Abschnitt eingezäunt, damit die Tiere nicht plötzlich auf die Straße laufen können. Wir haben auf dem nur ein paar Meter weiter entfernten Rastplatz Halt gemacht, aber der Bär war leider schon gemütlich davon getrottet und ist zwischen den Büschen und Bäumen unseren Blicken und dem Objektiv meiner Kamera entwischt. Darüber war ich natürlich sehr enttäuscht, aber hey, wir haben unseren ersten Bären gesehen! Juhu!

Montag, 16. Juni 2014

Der Beobachter

Mein zweites Urlaubsbuch war "Der Beobachter" von Charlotte Link. In diesem Buch geht es um eine Mordserie an alleinstehenden Frauen, die aber auf den ersten Blick keinen Zusammenhang ergeben. Da die Morde ziemlich grausam begannen wurden, sucht die Polizei nach einem rachsüchtigen, Frauen hassenden Mann und schießt sich dabei auf den wundersamen Kautz Samson ein, der den ganzen Tag damit verbringt, Frauen zu beobachten und hierüber auch akribisch Tagebuch führt.


Die Geschichte ist einigermaßen spannend und ich habe doch ziemlich lange mit meiner Vermutung falsch gelegen. Trotzdem  hat mich die Geschichte nicht wirklich begeistert. Ich bin mit den Figuren nie so richtig warm geworden und auch die Auflösung ist meiner Meinung nach ziemlich unglaubwürdig. Ich werde in diesem Leben wohl nicht mehr begreifen, warum immer wieder ein Täter aus der Wundertüte gezaubert werden muss, den vorab niemand auf der Rechnung hatte. Das mag ja hin und wieder wirklich spannend sein, aber leider scheint dies mittlerweile Standard zu sein. Da sind Bücher, in denen mir der Täter von Anfang an bekannt ist, zum Teil wesentlich spannender.

Sonntag, 15. Juni 2014

Urlaub in Kanada | Von Vancouver zu den Rocky Mountains

Unsere Urlaubsplanung ist in den letzten Jahren immer gleich abgelaufen: wir wissen in welcher Stadt wir ankommen, wir wissen von wo aus wir wieder nach Hause fliegen, das Auto ist geordert und für gewöhnlich haben wir auch unsere erste Unterkunft gebucht. Der Rest wird vor Ort organisiert. Ich kenne durchaus Leute, die diese Art zu reisen wahnsinnig machen würde. Mir hingegen gefällt der Gedanke einfach drauf los zu fahren und ein schönes Plätzchen für die Nacht zu suchen. 


Wir hatten unsere Route lediglich dahin gehendgeplant, dass wir zuerst nach Banff und von dort weiter nach Jasper fahren. Den Tipp hatte ich in einem Forum aufgeschnappt. Bei der Süd-Nord-Route hat man stets die Sonne im Rücken und somit eine bessere Sicht auf die Landschaft. Im Nachhinein kann ich das nur bestätigen. Außerdem haben wir mit dem Start von Vancouver Richtung Osten statt Richtung Norden schon die schlimmste Strecke hinter uns: die durch Vancouver East Hastings. Auch die schönste Stadt der Welt hat ihre Narben und in Vancouver ist diese sogar ziemlich groß. Drei Blocks von der noch glitzernden Innenstadt entfernt landet man völlig unvorbereitet in einem Viertel mit unzähligen Obdachlosen und Drogensüchtigen, die ihr ganzes Hab und Gut in einem Einkaufswagen durch die Straßen schieben. Als Tourist sollte man sich möglichst nicht in diese Gegend verlaufen und ich war doch sehr froh, dass wir dieses Viertel am helllichten Tag und im geschlossenen Auto durchqueren mussten.


Unser erstes Etappenziel war der kleine Ort Hope. Hope ist ein wirklich verschlafenes Dorf direkt am Fraser River. Da wir früh genug hier waren, haben wir die restliche Tageszeit genutzt uns den Ort bzw. die Umgebung etwas näher anzusehen. Unter anderem gab es zum Beispiel einen wunderschönen Spazierweg direkt durch ein kleines Wäldchen an einem kleinen Nebenarm des Fraser River. Übrigens gibt es bei jedem noch so kleinen Fleckchen Natur stets der Hinweis auf "Wildlife", insbesondere Bären. Während unseres ersten Urlaubs in Kanada hatten wir auf Vancouver Island ganz unverhofft einen Schwarzbären gesehen. Er sprang uns in einer kleinen Nebenstraße in Tofino quasi direkt vors Auto (naja, 50 Meter war er sicherlich von uns entfernt, wenn nicht sogar mehr) und hüpfte ebenso schnell wieder ins Gebüsch, als er das uns entgegenkommende Fahrzeug bemerkte. Seit diesem Tag bin ich ganz versessen darauf wieder einen Bären in freier Wildbahn zu sehen. Allerdings ist mir dabei die Variante "Bär da draußen-ich im Auto" wesentlich lieber als "Bär da draußen-ich ebenfalls". Ich bin die Wanderwege also immer mit einer gewissen Nervosität und achtsamen Blicken gelaufen. Um es aber vorweg zu sagen: während unserer Wanderungen ist uns nie ein Bär begegnet, weshalb wir schon die Vermutung aufgestellt haben, dass die Bären sich absichtlich vor uns verstecken und hinter unseren Rücken fröhlich Polonaise tanzen ;-)



Von Hope aus sind wir weiter Richtung Vernon gefahren. Vernon selbst war nun nicht wirklich spektakulär, aber der Weg dorthin war durchaus sehenswert. Unseren ersten Zwischenstopp haben wir im Manning Provincial Park eingelegt und hier bereits einen kleinen Vorgeschmack erhalten was uns während unserer Tour immer wieder begegnen wird: Schnee!


Das ist natürlich der Nachteil, wenn man so "früh" im Jahr nach Kanada fliegt, aber andererseits waren so die Nationalparks nicht so überlaufen, wie im Hochsommer und auch die nicht wirklich gerade angenehmen Mücken sind im Mai noch nicht so zahlreich wie später im Juli. Durch den Schnee waren leider noch viele Trails gesperrt und somit einige Sehenswürdigkeiten für uns unerreichbar. Das war natürlich ziemlich schade, aber insgesamt wir konnten es gut verschmerzen. Vor allen wenn man so nett dafür entschädigt wird:



Aus dem teilweise noch verschneitem Manning Provincial Park ging es weiter ins Okanagan Valley. Das Tal ist quasi die "Obstkammer" von Westkanada. Hier ist es wärmer und trockener als in den restlichen Regionen. Zur Erntezeit soll es hier zahlreiche Straßenstände mit sämtlichen Obst- und Gemüsesorten geben, dass man sich teilweise wie in Südeuropa vorkommt. Es gibt in diesem Gebiet sogar über 100 Vineyards. Aber - der gewiefte Leser ahnt es schon - auch für dieses Erlebnis waren wir zu früh dran.


 
Unser Übernachtungsort lag am nördlichen Ende des Tals. Da wir an diesem Tag aber auch eine sehr lange Fahrt hinter uns hatten, haben wir an unserem Zielort nichts mehr unternommen, sondern sind nur noch müde ins Bett gefallen. Am nächsten Tag ging es nämlich auch schon wieder zeitig weiter. Uns war klar, dass wir bis zu den Rocky Mountains auf jeden Fall noch einen Zwischenstopp einlegen mussten und so hatten wir die Wahl zwischen Revelstoke und Golden. Der Name Golden klingt zwar vielversprechend, wurde aber im Reiseführer als ziemlich reizloses Städtchen beschrieben. Also fiel unsere Wahl auf Revelstoke.



Revelstoke liegt direkt am Columbia River und die Stadt hat hier ein relativ neues Erholungsgebiet direkt am Flussufer mit ellenlangen Wanderwegen und kleinen Strandabschnitten geschaffen. Ich bin immer wieder ganz angetan von diesen kleineren Städtchen. Revelstoke hat nur ca. 7.100 Einwohner und entsprechend eng tummelt sich alles um den Stadtkern. Ich könnte mir zwar nicht vorstellen hier zu leben und als Jugendlicher muss es echt etwas langweilig sein, aber im Urlaub weiß ich die Ruhe und Gelassenheit einer solchen Kleinstadt mitten in den Bergen durchaus zu schätzen.


Von Revelstoke ging es dann für uns endlich in die Rocky Mountains. Unterwegs haben wir noch die zwei National Parks Mount Revenstoke und Glacier passiert. Leider waren auch hier sämtliche Trails wegen dem noch liegenden Schnee gesperrt. Nachdem wir anschließend durch das sehr kleine Örtchen Golden gefahren sind ("unspektakulär" hat es wirklich richtig getroffen) ging es weiter Richtung Yoho National Park. Hier hätte ich mir wirklich gerne den Lake O'Hara angesehen, aber auch hier ließ das Schild "closed" meine Träume zerplatzen. Wir haben uns dann allerdings bei einem ebenfalls als "closed" bezeichneten Trail nicht davon abhalten lassen, hier doch mal ein Stückchen zu laufen, zumal der Weg ziemlich frei aussah. Da auch andere Autos hier vor der Absperrung standen sind wir einfach mal drauf los marschiert und bis auf ein paar Pfützen war der Weg tatsächlich in Ordnung.


Nach einiger Zeit lag jedoch plötzlich auf dem Weg ein riesiger dampfender Haufen. Da auf jedem Schild darauf hingewiesen wird, dass man bei Anzeichen von Bären lieber wieder umdrehen sollte, konnte ich nach einer kurzen Diskusion meinen Freund dazu überreden genau jenes zu tun. Wir hatten zwar keine Ahnung, ob es sich bei dem Sch...haufen tatsächlich um eine Bärenspur handelt, aber bevor wir auf dem Rückweg plötzlich einem riesigen Vierbeiner begegnen sind wir lieber auf Nummer sicher gegangen. Ich wurde zwar noch ein Weilchen damit aufgezogen, was ich für ein kleiner Angsthase bin, aber wie sich später beim googeln im Hotelzimmer herausstellte, war der Haufen auch wohl tatsächlich von Meister Petz dort hinterlassen worden. Alles richtig gemacht!

Vom Yoho National Park kommt man direkt in den Banff National Park, aber über den beichte ich erst im nächsten Post :-)

Freitag, 13. Juni 2014

Fußball-Snack: Käse-Nachos mit Gemüse

Während unseres Kanada-Urlaubs hatten wir die Gelegenheit eines der wichtigsten Sportereignisse Nordamerikas live im Fernsehen zu verfolgen: die Playoffs des Stanley Cups. Unglücklicherweise waren bereits alle kanadischen Mannschaften bis auf Montréal ausgeschieden, aber somit war zumindest gleich klar, welchem Team man hier die Daumen zu drücken hat ;-)


Während also Montréal gegen Bosten alles gab und am Ende auch gewonnen hat, haben wir die besten Nachos serviert bekommen. Und da Nachos ja nun nicht so schwer zu zubereiten sind, habe ich diese für uns zu Hause zu unserem wichtigen Sportereignis nachgemacht. Und so haben wir nicht nur das Eröffnugsspiel, sondern auch einen sehr leckeren Snack genossen.


Hierfür habe ich erst die Nachos mit Käse überbacken. Anschließend einfach Mais, klein geschnittene Paprika, Oliven und Frühlingszwiebeln darüber streuen. Dazu gab es Sour Cream und selbst gemachte Guacamole.


Einfacher geht es kaum :-)

Donnerstag, 12. Juni 2014

Nutella-Eis

Was tut man, wenn es draußen fast unerträglich heiß ist, dass man das heimische kühle Wohnzimmer nicht mehr verlassen möchte, aber trotzdem große Lust auf Eis verspürt? Ja, richtig: Eis selber machen! Leider war meine heimische Zutatenauswahl nicht allzu riesig, aber für dieses Rezept hat es gereicht.


Das Ergebnis war ganz ausgezeichnet. Sehr lecker und total cremig und wirklich ganz einfach zuzubereiten. Ich bin begeistert :-)

Dienstag, 10. Juni 2014

Unterwegs in Bremen | Ein Nachmittag mit Pablo

Als sich am Sonntagnachmittag in Bremen der Himmel verdunkelte war schnell klar: der geplante Ausflug in den Bürgerpark fällt buchstäblich ins Wasser. In so einem Fall ist es immer gut einen Plan B in der Hinterhand zu haben. Ich wollte eh noch in die aktuelle Picasso-Ausstellung in der Bremer Kunsthalle und bei dem Wolkenbruch hatte ich ein gutes Argument auf meiner Seite! Zum Glück ist mein Besuch aus Berlin auch immer für einen Museumsbesuch oder wie in diesem Fall eine Kunstausstellung immer zu haben.


Ich war vor einigen Jahren im Picasso-Museum in Barcelona und war von der Vielfalt der Kunststile die Picasso beherrschte schwer beeindruckt. Die Ausstellung in Bremen hat sich auf die Geschichte eines Bildes beschränkt, dass in der Dauerausstellung stets zu sehen ist: "das Mädchen mit dem Pferdeschwanz" oder anders gesagt "Sylvette".

Was mich auch bei dieser Ausstellung wieder sehr beeindruckt hat waren die sehr unterschiedlichen Stilrichtungen. Picasso kann so detailverliebt malen! Wer nur "Guernica" kennt und bei dem Namen Picasso stets erwartet dass die gemalten Modelle ein Ohr auf der Stirn und ein Auge auf der Wange haben wird überrascht sein. Der Mann war wirklich ein Genie!

Urlaub in Kanada | Der Stanley Park oder Vancouvers grüne Seite

Hier folgt also nun der Grund, warum wir immer wieder im Buchan-Hotel absteigen: der Stanley Park!


Der Stanley Park ist unser Lieblingsort in Vancouver und ganz besonders die Lost Lagoon.  Es klingt vielleicht ein wenig bescheuert, aber ich fange tatsächlich unwillkürlich an zu grinsen, sobald der See in meinem Sichtfeld auftaucht und wenn  man mich lassen würde, würde ich mich glatt hier am Ufer auf den Boden schmeißen und versuchen die Welt zu umarmen. Zum Glück kann ich mich stets beherrschen diesem Drang nicht nachzugeben, aber in Gedanken kann mir das ja zum Glück keiner verbieten. Ich könnte stundenlang am Ufer stehen und den Enten, Gänsen und Schwänen zusehen. Bei schönem Wetter sonnen sich die Schildkröten auf den Steinen und zum Abend hin tauchen auch vereinzelt ein paar Waschbären auf. Ein kleines Naturparadies und das quasi mitten in der Stadt.



 



Es lohnt sich aber nicht nur ein Spaziergang um die Lost Lagoon. Im östlichen Teil des Parks befinden sich außerdem die Totem Poles und das Vancouver Aquarium die ebenfalls einen Besuch wert sind. Um den Park herum führt der fast 9 km lange Seawall, den wir zumindest zum Teil abgelaufen sind. Neben der Lost Lagoon gibt es im Park noch den Beaver Lake, der jedoch bereits so von Seerosen zugewuchert ist, dass von dem Wasser fast nichts mehr zu sehen ist. Auch hier kann man jede Menge Tiere beobachten.






Ich bin fast ein wenig neidisch, dass ich für diesen wundervollen Fleck Erde einmal um die halbe Welt fliegen muss. Andererseits ist sowohl Vancouver als auch der Rest von Kanada immer wieder eine Reise wert.