Sonntag, 2. Februar 2014

Hongkong | Fast wieder zu Hause

Nach zwei Wochen Bali ging es wieder Richtung Heimat. Das stimmt zwar nicht ganz, aber irgendwie auch doch. Hongkong ist mittlerweile zu unserer asiatischen Homebase geworden. Das erste mal waren wir 2008 nach unserem Vietnam Urlaub in dieser faszinierenden Metropole. Damals hatten wir leider nur einen Tag Aufenthalt und sind daher mit einem ziemlich straffen Programm durch die Stadt gehetzt: Stanley Market, The Peak, Hong Kong Park, A Symphony of Lights und Mid-Levels-Escalators. Erschwert wurde das ganze dadurch, dass mir von der Busfahrt zum Stanley Market und wieder zurück ziemlich übel war und mein Kreislauf Achterbahn gefahren ist. Hätte ich zu dem Zeitpunkt schon geahnt, dass mein Weg mich immer wieder nach Hong Kong führt, hätte ich wohl den restlichen Tag guten Gewissens im Hotelzimmer verbracht. So hieß es aber Zähne zusammen beißen und durch.

Der nächste Aufenthalt in 2010 nach unserem Australienurlaub war da schon wesentlich entspannter, zumal wir auch 2 volle Tage. Die hatten wir auch dieses mal eingeplant. Hongkong hat sich dieses mal auch von seiner sonnigen Seite gezeigt. Das war uns bisher immer verborgen geblieben. In den vergangenen Jahren war es immer schwül und äußerst diesig. Der erste Ausflug 2008 auf den Peak war entsprechend auch ein Reinfall. Statt die Skyline zu bewundern gab es nur Wolken.

(Aussicht vom Peak 2008)
Mit Sonnenschein und klarer Sicht sah es dieses  mal wesentlich besser aus:


Hongkong faszieniert mich immer wieder aufs Neue. Einerseits merkt man natürlich immer noch den ehemals britischen Einfluss, andererseits kehrt immer mehr der chinesische Ursprung zurück. Diese beiden doch sehr unterschiedlichen Lebensweisen stoßen hier zusammen und ergänzen sich trotzdem sehr gut.




Was beide allerdings gemeinsam haben: weder die englische noch die chinesische Küche sagen mir wirklich zu. Aber irgendeinen gemeinsamen Nenner muss man ja schließlich haben ;-).

Was mir übrigens auch jeden mal wieder auffällt: in dieser sehr weltoffenen Metropole sind ausgerechnet die Taxifahrer, die leider die mieseste Laune und die schlechtesten Englischkenntnisse haben. Vielleicht wird es an der Zeit für den nächsten Aufenthalt ein paar Brocken Kantonesisch zu lernen.

Urlaub auf Bali | Köpfchen unters Wasser

Von Ubud ging es mal wieder mit dem Bus weiter nach Amed. Im Gegensatz zu den anderen Ortschaften hat Amed keine feste Busstation und so war es dann doch eher Zufall, dass wir quasi 10 m von unserer Unterkunft gelandet sind. Das Geria Giri Shanti ist eine sehr kleine Anlage mit nur 4 kleinen, aber durchaus heimeligen Bungalows. Diese Unterkunft wurde sowohl in unserem Reiseführer als auch im Internet in den höchsten Tönen gelobt. Und wenn man mich fragt: zu Recht! Von der Besitzerin Liz wurden wir nicht wie normale Gäste behandelt, sondern wie alte Freunde, die endlich mal vorbei gekommen sind. Bei dem Preis von 15 € pro Nacht hat man auch nicht wirklich das Gefühl ein zahlender Gast zu sein. Getränke (Wasser, Kaffee, Tee, Eistee) kann man rund um die Uhr bekommen, und wenn die Angestellten ihren verdienten Feierabend antreten darf man sich auch selbst in der kleinen Küche entsprechend bedienen. Liz setzt sich jeden Morgen beim Frühstück zu ihren Gästen an den Tisch um ein kleines Pläuschchen zu halten und evtl. bei der Tagesplanung Tipps zu geben. So haben wir von ihr auch ganz tolle Restaurants/Warung-Tipps erhalten, die wirklich ganz fantastisch waren. Von meinem geliebten Red Snapper über balinesisches "Tapas" bis hin zu dem mir bis dato unbekannten Mahi Mahi war ich restlos begeistert.


Amed hat im Gegensatz zu den anderen Stränden keinen feinen Sand-, sonder Lavastrand. Würde es die typischen kleinen Fischerboote nicht geben, könnte man glatt glauben, man wäre auf Lanzarote gestrandet. Der Strand ist entsprechend heiß und steinig und läd nicht unbedingt zu einem typischen Spaziergang ein (zumindest nicht, so lange die Sonne scheint), aber das war auch nicht der Grund, warum wir uns diesen Flecken der Insel ausgesucht haben. Der lag nämlich unter der Wasseroberfläche:




Ich besitze leider keine Unterwasserkamera, sondern habe mir lediglich für die kleine Kompaktkamera eine Tasche besorgt. Nicht unbedingt perfekt, aber besser als die Fotos, die ich in den letzten Urlauben mit einer Einwegunterwasserkamera gemacht habe. Um die Unterwasserwelt zu beobachten muss man übrigens nur direkt in Amed ins Wasser gehen und etwa drei Meter weit hinaus schwimmen. An unserem zweiten Tag habe ich hier sogar eine mittelgroße Wasserschildkröte gesehen. Leider hatte ich dieses mal keine Kamera dabei. Irgendwie typisch ;-)



Die meisten Gäste in Amed kommen hier her um zu tauchen. Wir haben diesen Ort allerdings eher genutzt um noch einmal zu entspannen bevor es wieder Richtung Heimat ging. Und auch wenn ich mich wiederhole, aber vor allem unserer netten Gastgeberin ist es zu verdanken, dass wir genau das hier tun konnten. Und noch jemanden haben wir hier sehr ins Herz geschlossen. Ich darf vorstellen, unser Urlaubskater Tiger:


Der kleine Kerl hat sich in unserem Bungalow sehr wohl gefühlt und hat hier die ein oder andere Stunde schlafend verbracht. Das war durchaus mal eine kleine Abwechslung zu den zwar sehr lieb gewonnenen aber leider auch sehr scheuen Geckos.


Von Amed ging es dann mit einem gemieteten Fahrer zurück nach Sanur. Hier haben wir noch eine Nacht verbracht bis es dann hieß: Auf wiedersehen, Bali. War schön bei dir!