Mittwoch, 26. Juni 2013

Lärm ist Definitionssache!

Mein Freund stellte mal die für mich absolut nicht nachvollziehbare Behauptung auf "bei Britpop klingt doch alles gleich!" Wie bitte??? Blur klingt wie Oasis? Pulp wie The Verve? Das kann doch wohl nicht sein Ernst sein! Den Unterschied hört man doch wohl ganz deutlich! Ich konnte diese Aussage echt nicht nachvollziehen, bis ich von ihm so nach und nach auf sämtlichen Mixtapes immer wieder seine Metal-Songs untergejubelt bekam und ich ehrlich nicht sagen konnte, wer da eigentlich gerade sein Liedchen schmettert. Ich konnte immer nur sagen "Ja, das hab ich schon mal gehört. Glaub ich zumindest..." Aber der Interpret? Iron Maiden? Machine Head? Pretty Maids? Keine Ahnung! Für mich klang das in der Tat alles irgendwie gleich und auch Tipps wie "die haben wir sogar schon mal live gesehen" haben mir beim Interpreten-Erkennen nicht wirklich geholfen. Hellyeah? Motörhead? Meine Güte, ich weiß es einfach nicht! Die einzigen Bands die ich mit einer einigermaßen guten Trefferquote erkennen konnte waren Metallica und Guns n' Roses und das auch nur, weil ich die bereits vorher selbst gehört habe.

Zum Glück bin ich bei Musik mit großem Gitarrenanteil lernfähig und mein Freund ein geduldiger Lehrer. Letztes Jahr waren wir dann auch bereits zum zweiten mal auf dem Graspop Metal Meeting und ich habe mir Bands wie Slayer, Machine Head, Exodus, Fear Factory, Slash und Ozzy Osbourne angesehen. Exodus und Fear Factory spielten sogar direkt hinter einander. Exodus konnte ich ehrlich gesagt nicht viel abgewinnen während Fear Factory sogar in meinen Ohren melodiös klang. Da sah mich mein Freund lächelnd an und meinte ganz stolz "ich hab es also echt geschafft, dass du Lärm von Lärm differenzieren kannst!" Echt? Kann ich das wirklich? Also wenn ich mir heute so Bands wie Testament anhöre, höre ich tatsächlich Melodien raus. Ich scheine es also echt zu können. Faszinierend! Inzwischen erkenne ich auch Motörhead ganz deutlich aus der Masse heraus und ebenso die Stimme von Ozzy. Mein persönliches Highlight hatte ich aber vor ein paar Wochen. Wir saßen abends auf dem Balkon und haben über das Internet einen Metal-Radiosender gehört. Bei einem Lied brüllte der Sänger zu Beginn des Liedes gleich los und ich sagte sofort "das kenne ich!". Mein Freund guckte mich sparsam an, da ihm das Lied nichts sagte und er erstmal nachsehen musste. Ich konnte ihm sagen, dass das da gerade Five Finger Death Punch mit dem Lied Ashes sind. Die CD habe ich nämlich in den letzten Wochen zig mal im Auto auf dem Weg zur Arbeit gehört! Ich will mich hier aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Slayer kann ich aus dem Stegreif  immer noch nicht erkennen, geschweige denn von Machine Head unterscheiden, aber das lerne ich sicher auch noch ;-)

Testament-Konzert am 16.06.2013 im Aladin

Hurricane 2013 - Konzerte

Ich will hier ja nicht nur über die Begleiterscheinungen des Festivals berichten, sondern auch über die Bands, die ich gesehen habe. Deswegen war ich schließlich dort ;-)

Der Freitag fing für mich leider später an, als ich es ursprünglich geplant hatte. Aber Luftmatratze aufpumpen, Gepäck im Zelt unterbringen ohne dieses zwischenzeitlich auf dem verdreckten Boden abzustellen und dann letztendlich, wie alle anderen Besucher auch, aufs Festivalgelände zu wollen hat doch mehr Zeit in Anspruch genommen, als ich gedacht hatte. Somit konnte ich leider nur die letzten Akkorde von Danko Jones hören und auch von The Stansfield habe ich nur noch den Abschiedsgruß gerade ebenso mitbekommen. Dafür konnte ich dann aber das ganze Konzert von Boysetsfire sehen und genießen. Und ein erster aber entscheidender Unterschied zum FortaRock-Festival: trotz heftigem Wind musste ich meiner Freundin regelrecht ins Ohr brüllen um ihr was zu erzählen, da der Sound vor der Hauptbühne mal richtig schön laut war. Herrlich :-)
Anschließend wurde erstmal das Gelände erkundet und ich überflog schnell das Essensangebot. Die Erfahrungen der letzten Jahre schlossen Pizza, Döner und Wok sofort aus. Das hatte vor Jahren so grausam geschmeckt, dass mir auf Festivals der Appetit daran gänzlich abhanden gekommen ist. Viel besser war da schon der bekannte Crêpes-Stand. Mit denen kann man nie was verkehrt machen. Mein Herz machte aber einen regelrechten Freudensprung als ich den Handbrotstand erblickte. Den kenne ich bereits sehr gut vom Mera Luna-Festival und es ist jedes mal lecker und vor allem auch sättigend. Zu guter letzt erblickten wir dann sogar in der letzten Ecke versteckt den aus Bremen bekannten Falafel-Stand. Das Abendbrot war somit gerettet. An diesem Tag folgten noch die Konzerte von Gogol Bordello (eine lustige bunt zusammen gemischte Truppe mit herrlicher Hüpf- und Tanzmusik. Gute Laune pur!), The Hives (ich habe sie bereits 3x gesehen und daher wird es so langsam ein wenig langweilig. Wer sie jedoch zum ersten mal gesehen hat, hatte seinen Spaß an diesem Auftritt. Der Sänger ist äußerst charmant und die Musik macht gute Laune), Billy Talent (dieser Stimme lange zuzuhören ist für meine Ohren doch ein wenig anstrengend), Rammstein (Feuer! Feuer! Feuer!), Callejon (nach Rammstein konnten die bei mir nichts mehr reißen) und Sigur Rós (schöne chillige Musik und das perfekte Abschlusskonzert nach einem langen Festival-Tag).

  Boysetsfire, Gogol Bordello, The Hives, Rammstein

Der Samstag begann mit der Band No aus LA. Netter Rockpop und genau der richtige Einstieg für diesen Tag. Weiter ging es dann mit Miles Kane, der aus einiger Entfernung mit der Frisur und den eng geschnittenen Klamotten an Howard Wolowitz aus "The big bang theory" erinnerte. Die Musik war klassischer Old-School-Rock und lud zum mitwippen ein. Sowohl meiner Freundin als auch mir hat diese Musik richtig gut gefallen. Danach ging es zum erstenmal zur weißen Bühne ins Zelt. Mit Deep Valley warteten zwei "Chicks" auf uns, die sich diese Bezeichnung wirklich verdient hatten. Mit Straps-BH's und Hotpants und einer Sängerin mit einer echten Rockröhre haben die beiden Mädels alles gegeben. Danach wurde es fast klassisch. Mit dem Kyteman Orchestra stand sowohl ein Chor als auch eine handvoll Rapper auf der Bühne die scheinbar mühelos zwischen pompösen Gesang und einfach gehaltenem Rap hin und her wechselten. Nicht unbedingt die Art Musik, die ich mir zu Hause anhören würde, aber so auf dem Festival ein echtes Erlebnis. Das ich anschließend die British Sea Power gesehen habe, ist mir später nur anhand meiner Fotos aufgefallen. Einen musikalisch bleibenden Eindruck haben sie bei mir nicht hinterlassen. Auf der Hauptbühne ging es weiter mit Bloc Party. Tolle tanzbare Indie-Musik und mit einer neuen Drummerin, die voller Elan auf ihrem Instrument rumgetrommelt hat. Das war sehr beeindruckend, zumal in einer sonst reinen Männerband eine Frau höchstens noch mal am Bass oder Keyboard zu finden ist. Weiter ging es dann mit meinen isländischen Freunden von Of Monsters and Men. Mein Freund hatte ja damals ganz ungläubig feststellen müssen, dass deren Konzert im Aladin in Bremen ausverkauft war. Angesichts der riesigen Menschenmasse die sich nun vor der Hauptbühne versammelt hatte und lauthals "Little Talks" mitsang, wäre er wahrscheinlich völlig vom Glauben abgefallen. Ähnlich ging es mir dann aber anschließend bei dem Auftritt von Triggerfinger, die ich aufgrund der ungünstigen Lage der roten Bühne und der bereits anwesenden Menschenmasse nur aus der Entfernung sehen, und da die blaue Bühne nicht gerade weit entfernt war, mit den Editors als Hintergrundmusik hören konnte. Schade, ich hätte mir die sehr gerne richtig angesehen, aber mit dieser Menschenmenge hatte auch ich nicht gerechnet. Besser hören konnte ich dann anschließen  Kasabian auf der Hauptbühne. Guter Britpop wie ich ihn mag! Unser heutiger Abschluss war dann der Auftritt der Arctic Monkeys. Das erste Album "Whatever people say I am, that's what I'm  not" fand ich großartig und habe es wirklich rauf und runter gehört. Das zweite Album fand ich dann aber weniger schwungvoll und so ist meine Begeisterung  doch ziemlich abgeflacht. Aber wenn ich die alten Lieder höre freue ich mich doch noch immer wieder darüber. Damit war dann auch der zweite Tag erfolgreich über die Bühne gegangen und es wurde Zeit sich durch den zum Glück etwas weniger gewordenen Schlamm zum Zelt zurück zu kämpfen.

 Miles Kane, The Kyteman Orchestra, Bloc Party, Arctic Monkeys

Der Sonntag begann für mich, nach dem Abbau unseres Zeltes und der Unterbringung unserer Sachen im Auto, mit den Bouncing Souls. Gute Punkmusik zum wach werden :-). Meine Freundin hat sich an dieser Stelle schnell aus dem Staub gemacht, Punk ist so gar nicht ihr Ding. Danach ging es wieder zur Zeltbühne direkt zu den Virginmarys. Die waren für mich die Entdeckung des Festivals. Die Musik ist dem Stil der Arctic Monkeys schon ähnlich, aber der Gesang kommt doch eine ganze Ecke kreischiger (< gibt es dieses Wort so überhaupt?) daher. Wirklich toll. Anschließend war ich noch kurz bei der Hauptbühne um zumindest den Anfang von Frank Turner zu sehen. Das Publikum war buchstäblich am ausrasten und auch ich hätte mich am liebsten springend in die Masse gestürzt, aber ich wollte ja auch noch Johnossi im Zelt sehen und so hab ich dann kurze Zeit später auch wieder den Rückweg angetreten. Leider vergeblich, denn das Zelt war voll und ich bin einfach nicht mehr rein gekommen. Also ging es weiter zur nächsten Bühne zu Get well soon. Schöner Folkpop, der zur Abwechslung auch mal wieder richtig gut tat. Meine Freundin wollte unbedingt Archive sehen und so habe ich mich mal wieder Richtung Zelt begeben um sie dort zu treffen. Die ersten drei Lieder fand ich doch überraschend gut. Die im Programmheft angegebenen Einflüsse von House und Trip-Hop hatten mich ja schon das Schlimmste befürchten lassen. Danach wurde es dann auch entsprechend langweilig und erst beim letzten Lied ging es mal wieder etwas dynamischer zur Sache. Der Auftritt tat mir nicht weh, aber ich hätte auch darauf verzichten können. Dann kam jedoch ein Auftritt, den ich auf keinen Fall verpassen wollte: NOFX. Die Jungs sind echt durchgeknallt und der Sänger war mit seinem Drink in der Hand auch in der entsprechenden Laune die anderen Bands entweder über den grünen Klee zu loben oder niederzumachen. Ich behaupte mal aus ihm und Billy Corgan werden nach diesem Auftritt keine Freunde mehr. Letzteren habe ich mir dann jedoch doch noch angesehen, nachdem NOFX mit "Kill all the white man" die Bühne verlassen hatten. Die Smashing Pumpkins waren jetzt noch nie meine Lieblingsband und ich fand den Auftritt auch nicht so spannend. Außerdem täte der Sänger doch gut daran sich beim nächsten mal auch ein T-shirt anzuziehen, das ihm passt und nicht ständig über sein Bäuchlein rutscht. Aber das nur am Rande. Meine Freundin ist zumindest ein großer Fan von den Smashing Pumpkins und war sehr zufrieden, dass diese in erster Linie viele von den alten Songs gespielt haben. Den heutigen Abschluss machten die Queens of the Stone Age. Ein würdiger Abschluss aber ich war doch froh, dass nicht Rammstein als letzte Band an diesem Wochenende auf der Bühne standen. Ich sehe nämlich für gewöhnlich zu, dass ich pünklich vom Festivalgelände runter komme und dann auch zügig wegkomme. Das eine Jahr habe ich nach dem Auftritt der Red Hot Chili Peppers ganze drei Stunden sinnlos auf dem Parkplatz im Stau gestanden. Nie wieder! Wir sind also gegen 23:00h abgehauen und kamen auch wunderbar weg. Am Montag habe ich dann sogar in der Zeitung gelesen, dass die Queens of the Stone Age eh 20 Minuten früher von der Bühne verschwunden sind. Also mal wieder alles richtig gemacht.

 The Virginmarys, Frank Turner, NOFX, The Smashing Pumpkins

Nächstes Wochenende geht es für mich gleich mit dem Graspop-Festival weiter. Zum Glück muss ich dort dann aber nicht zelten, sondern kann jede Nacht in einem vernünftigen Bett schlafen. Dreck hatte ich jetzt wirklich mehr als genug.

Dienstag, 25. Juni 2013

Hurricane 2013 - Vorfreude unter erschwerten Voraussetzungen

Das Hurricane ist so was wie mein Heimat-Festival. Mit dem Auto ist man im Normalfall in einer guten halben Stunde da und außerdem war der diesjährige Besuch bereits mein Neunter. Zum ersten mal war ich 2001 dort. Das Festival dauerte damals nur 2 Tage, es gab nur eine Hauptbühne und ein Zelt und jede Menge Dixie-Toiletten. Seit damals hat sich einiges geändert, aber die herrlich entspannte Stimmung ist auch trotz steigender Besucherzahlen (die Besucheranzahl in diesem Jahr schwankt zwischen 72.000 und 75.000!) immer noch einmalig.

Meine größte Enttäuschung hab ich 2006 erlebt, als mein Festival-Favorit "Muse" wegen des aufkommenden Sturms abgesagt wurde. Einziger Lichtblick in dieser Nacht: mein Zelt hat dem Sturm getrotzt während viele Festivalbesucher im wahrsten Sinne des Wortes "abgesoffen" sind. Dieses Zelt ist auch heute noch mein verlässlicher Begleiter und auch dieses Jahr hat es sich seinen Orden verdient!

Ich fahre für gewöhnlich bereits am Donnerstag  nach Scheeßel um mir einen einigermaßen vernünftigen Zeltplatz zu sichern (aus Erfahrung wird man schließlich klug), mein Zelt aufzubauen und dann anschließend wieder nach Hause fahre um noch eine Nacht in meinem doch viel bequemeren Bett zu schlafen. Dieses Jahr war alles ein wenig anders. Ich hatte zwar das Glück mit einer Fahrt von "nur" 3 Stunden beim Festivalgelände angekommen zu sein und sogar schon auf meinen bevorzugten Parkplatz zu stehen, aber zum richtigen Parken kam es nicht mehr. Sowohl vor mir als auch hinter mir sind die Autos im vom Regen total aufgeweichten Boden stecken geblieben und es ging weder vor noch zurück. An dieser Stelle muss ich übrigens noch einmal die App vom Hurricane-Festival loben, denn die hat mich stets über sämtliche Neuigkeiten informiert. Durch den aufgezogenen Sturm wurde die Bändchenausgabe vorerst gestoppt und man wurde gebeten im Auto zu bleiben bis der Sturm sich gelegt hat. Der Ausblick aus meinem Auto hat mich auch nicht wirklich angestrebt eben jenes zu verlassen. Ich hatte zu allem Überfluss auch keine Regenjacke dabei und auch die Chucks erwiesen sich als ziemlich unpassende Fußbekleidung.

Gegen 20:00h hab ich es aber dann doch gewagt den Wagen zu verlassen. Ein noch im Kofferraum liegender Müllsack wurde zur Regenjacke umfunktioniert und dann ging es auch durch den knöcheltiefen Dreck zum Zeltplatz. Das Zelt war Dank der lieben Hilfe meiner neuen Nachbarn schnell aufgebaut und dann stellte sich die Frage "Und nun?" Ich hatte meine ganzen Klamotten noch zu Hause und außerdem war ich ziemlich durchnässt. Mit dem Auto kam ich nicht weg, also blieb nur der Weg zum Bahnhof um von dort mit dem Zug nach Hause zu fahren. Um 21:45h stand ich dann also völlig verdreckt und durchnässt vor meiner Haustür. Ich bin für gewöhnlich ziemlich hart im Nehmen, aber dass ich bereits vor Beginn des Festivals wie ein Dreckspatz aussah hat mich in meiner Vorfreude doch ein wenig ausgebremst. Nach einer heißen Dusche bei der ich mit viel Mühe den Schlamm von mir abschrubben musste kam diese "jetzt-erst-recht"-Stimmung in mir auf. Ich hatte meinem Zelt gegenüber ein etwas schlechtes Gewissen, da ich es ganz allein bei diesem Wetter zurück gelassen habe, aber wenn wir 2006 schon gemeistert haben, dann klappt es auch dieses mal! 
Am nächsten Tag habe ich mich mit meiner Freundin aus Berlin am Bahnhof in Scheeßel getroffen und bin mit ihr und einem Mini-Ersatzzelt (sicher ist sicher) zum Zeltplatz gewatet. Und sieh an: mein tapferes Zelt hat mal wieder bewiesen, dass ich mich auf es verlassen kann. Immer noch aufrecht und innen trocken. Nur der Boden um das Zelt herum sah dem Parkplatz beängstigend ähnlich! Aber dieses mal war ich schlau genug die Chucks zu Hause zu lassen und meine noch einmal neu imprägnierten Winterstiefel mitzunehmen. Auch beim neunten Besuch auf dem Hurricane-Festival bin ich ja immer noch lernfähig!

Montag, 24. Juni 2013

Backwerke fürs Festival

Mittlerweile finde ich es ja äußerst praktisch, etwas Proviant für ein Festival-Wochenende mitzunehmen. Ich bin vor kurzem über die Picknick-Tipps bei Lykkelig gestolpert und war sofort davon angetan, dieses mal Amerikaner und Tomaten-Feta-Muffins zu backen. Die Rezepte stammen von hier (klick) und ich kann sie nur wärmstens weiterempfehlen. Beides schmeckte auch am dritten Tag immer noch lecker und fluffig und meine mitgereiste Freundin hat sich sehr über die leckere Verpflegung gefreut. Da war selbst das regnerische Wetter auf dem Hurricane-Festival nur noch halb so schlimm :-)


Donnerstag, 20. Juni 2013

Gedeckter Rhabarber-Kuchen

Mein letztes Kilo Rhabarber musste noch dringend verarbeitet werden. Ich hab ihn also kurzer Hand zu Kompott eingekocht, aber da mein Freund da nicht so drauf steht musste ich mir noch was einfallen lassen. Ich habe letztes Jahr einen gedeckten Apfel-Kuchen gebacken und was mit Äpfeln funktioniert wird doch wohl auch mit Rhabarber klappen.




Das Rezept ist das gleiche wie dieses hier (klick). Bis auf die Äpfel logischerweise ;-)

Donnerstag, 13. Juni 2013

Rhabarber-Sirup

Ich habe dieses mal wirklich wild im Garten meiner Eltern gewütet und gleich 3 kg Rhabarber mit nach Hause genommen. 2 kg brauchte ich alleine schon für diesen farblich wunderschönen Rhabarber-Sirup:



Ich habe letztes Jahr zum ersten mal das weibliche Gegenstück zum "Hugo" kennengelernt. Ich darf vorstellen: Hier ist "Berta" :-)


Immer wieder lecker schmeckt der Rabarber-Sirup auch mit Wasser als Saft:


Das Rezept hab ich hier (klick) gefunden. Allerdings hat das Reduzieren bei mir wesentlich länger gedauert als 30-40 Minuten.

Montag, 10. Juni 2013

Bremens grüne Seiten | Die Weser

In meiner Kindheit war es in meiner Familie üblich, sich im Sommer am Wochenende auf das Rad zu schwingen und eine Radtour in die etwas ländlich liegenden Stadtteile Hasenbüren und Strom zu unternehmen. Meine Eltern besaßen zu dieser Zeit kein Auto und es war daher für uns selbstverständlich alle Wege mit dem Rad abzuklappern. Mit 18 Jahren bin ich jedoch unter die Autofahrer gegangen und ich weiß die Annehmlichkeiten eines Pkw durchaus zu schätzen. Und ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich auch ein wenig faul geworden bin, aber wenn die Sonne sich mal wieder blicken lässt und die Temperaturen in angenehme Plusgrade steigen, freue ich mich dann doch über das perfekte Rad-Wetter

Dieses Wochenende haben wir also auch mal wieder in die Pedalen getreten und eine kleine Radtour unternommen. Da bei diesem Wetter das Bremer Blockland total überlaufen ist und eine Radtour dort eher einem Hindernisparkour gleicht, haben wir uns für eine Tour um den Werdersee entschieden. Der Werdersee ist eigentlich kein richtiger See, sondern ein blinder Nebenarm der Weser und wird daher auch die Kleine Weser genannt. Neben einem abgesperrten Naturschutzgebiet findet man auch genügend Liegewiesen, auf die man sich wunderbar hinlümmeln kann. Der hintere Bereich der kleinen Weser ist deutlich ruhiger, als das Gebiet um den Grillplatz mit dem abgetrennten Nichtschwimmerbereich in der Höhe der Neustadt. Wir haben uns für den ruhigeren Teil des Werdersees entschieden und uns für ein kleines Picknick hier niedergelassen und dabei die Sonne genossen. Herrlich!




Auf dem Rückweg haben wir dann doch noch einen kleinen Schlenker an die "richtige" Weser gemacht und uns mit Freunden am Café Sand getroffen. Hier gibt es ebenfalls einen extra aufgeschippten kleinen Sandstrand und mittlerweile ist die Wasserqualität sogar wieder so gut, dass man hier baden darf. Ich persönlich konnte mich dazu noch nicht überwinden. Wenn ich Abkühlung suche springe ich dann doch lieber in den Achterdieksee. Ob ich dorthin dann auch mit dem Rad fahre, werde ich dann aber kurzfristig entscheiden.


(Hier kann man wunderbar sehen, woher das "Weserstadion" seinen Namen hat)

Mittwoch, 5. Juni 2013

Reiseproviant

Am letzten Wochenende hat meine diesjährige Festivalsaison begonnen. Es ging zum FortaRock-Festival nach Nijmegen, Niederlande. Und damit wir dort nicht den Hungertod erleiden, habe ich zumindest für die Fahrt und den kleinen Hunger zwischendurch was vorbereitet.

Käsegebäck:

Briochettes au dulce de leche:

Für das Käsegebäck 125 ml Wasser und 125 ml Milch in einem Topf erhitzen (nicht kochen!) und darin 100 g Butter schmelzen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und ein wenig abkühlen lassen. 1 TL Salz, 1 TL Zucker, 1 Prise Cayennepfeffer, 170 g Mehl, 50 g geriebenen Parmesan, 2 EL gehackte Kräuter (Rosmarin ,Thymian, Basilikum) nach und nach dazugeben. Wenn der Teig nur noch handwarm ist 4 Eier unterrühren. Mir war der Teig so zu flüssig, so dass ich noch einiges an Mehl unter den Teig gerührt habe bis er von der Konsistenz nicht mehr komplett auseinander gelaufen ist. Etwa Walnussgroße Kleckse auf ein mit Bachpapier ausgelegtes Blech geben und bei 180°C ca. 20 Minuten backen.
 
 
Für die Briochettes 75 g Butter in 50 ml lauwarme Milch schmelzen lassen. 1 Päckchen Trockenhefe darin auflösen. 250 g Mehl, 50 g Zucker und 1 Prise Salz in eine große Schüssel geben. In der Mitte eine Mulde drücken, die Hefemilch dazu geben und alles miteinander verkneten. 1 verquirltes Ei, 1 gehäufter EL Creme fraîche und 1 TL Vanillezucker unter den Teig kneten. Teig an einem warmen Platz ruhen lassen.
 
Anschließen den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausrollen (etwa 30 x 40 cm). Darauf ca. 150 g Dulce de leche verstreichen und dabei einen ca. 2 cm breiten Rand lassen. 3 kleine Äpfel schälen und in kleine Würfel schneiden. Diese mit einer halben Packung Mandelsplitter auf dem Teig verteilen. Den Teig von der Längsseite her aufrollen und in 6 gleich große Stücke schneiden. Diese mit der Schnittseite nach oben in eine mit Backpapier ausgelegte Springform stellen und nochmals eine halbe Stunde ruhen lassen. Mit einem verquirlten Ei bestreichen und bei 160°C ca. 30-40 Minuten backen. Wenn die Briochettes zu dunkel werden diese mit Alufolie abdecken.

Montag, 3. Juni 2013

FortaRock-Festival

Der Sommer steht ja zumindest laut Kalender vor der Tür und somit beginnt auch mal wieder die Festival-Saison. Im Juni warten gleich drei Festivals auf mich und ich bin ehrlich gesagt mittlerweile etwas skeptisch, ob ich mir damit nicht ein wenig zu viel zumute. Aber nun gut, die Karten sind gekauft und die Vorfreude ist da. Also Augen zu und durch!

Mein erstes Festival am vergangenen Wochenende war schon mal ein guter Anfang: es dauerte nur einen Tag und wir hatten sogar die Möglichkeit in einem Haus mit Strom und fließend Wasser zu nächtigen. Also Luxus pur! Es ging zum FortaRock nach Nijmegen in den Niederlanden. Das Wetter hat zum Glück auch einigermaßen mitgespielt auch wenn ich mich über ein paar Grad mehr nicht beklagt hätte.


Leider hatten die Five Finger Death Punch am Vormittag noch abgesagt, was ich persönlich sehr bedauert habe, da ich die nämlich wirklich sehr gerne gesehen hätte. Aber mit Rammstein, Volbeat, Motörhead und Airbourne warteten ja noch einige Highlights auf uns. Unerwartet gut, waren die Jungs von Audrey Horne die ich bis zu diesem Zeitpunkt nur einmal kurz in Form von Youtube-Videos gesehen hatte. Die größte Enttäuschung waren für mich Motörhead. Die Musik war so extrem leise dass man die Schuld nicht nur alleine dem Wind geben konnte. Bei Airboune standen wir schließlich genau soweit weg von der Bühne und konnten doch eine ganze Ecke besser der Musik lauschen und dem "Reinhold Messner des Metals" beim Klettern zusehen. Sehr großartig waren auch Volbeat, bei denen es so gut wie unmöglich war die Füße still zu halten. Der krönende Abschluss war allerdings der Auftritt von Rammstein. Egal ob man die Musik von denen nun mag oder nicht, die Show ist einfach perfekt. Und ich freu mich sehr darüber, dass ich sie in ein paar Wochen noch einmal sehen werde!










Dieses Festival dauerte wie gesagt ja nur einen Tag, aber es war trotzdem anstrengend. Das lag zu einem daran, dass wir wirklich den ganzen Tag gestanden haben und wir uns nicht einmal hinsetzen konnten. Zum anderen war es aber auch sehr voll und es war gar nicht leicht von A nach B zu kommen. So habe ich es zum Beispiel Finntroll nur aus der Ferne kurz gesehen, die laut meiner Freundin auch richtig gut gewesen sein sollen. Ebenso hab ich mir den Auftritt von Amon Amarth geschenkt, da es mir nach dem Reinfall mit Motörhead doch wichtiger war, bei Volbeat näher an der Bühne zu stehen. Ich habe also letztendlich leider weniger gesehen, als ich geplant hatte. Da bin ich inzwischen doch schon wieder dankbar, dass diesen Sommer noch einige Festivals auf mich warten!