Donnerstag, 28. Februar 2013

Rotes Linsen-Curry

Dies ist eins der Gerichte, die ich immer wieder gerne esse. Und wenn ich mal keine Lust habe extra noch einzukaufen, kann ich es sogar in leicht abgewandelter Form aus meinen ganzen Küchen-Basics auf den Tisch zaubern.


250 g rote Linsen, 500 ml Gemüsebrühe und 1/2 TL gemahlener Kurkuma in einem großen Topf zum Kochen bringen. Bei reduzierter Hitze abgedeckt 10 Minuten köcheln lassen. Gelegentlich umrühren, damit die Linsen nicht anbrennen. In einer kleinen Pfanne 50 g Ghee (wenn ich das gerade nicht da habe greife ich auf normale Butter zurück) erhitzen und darin 1 gehackte Zwiebel und 2 fein gehackte Knoblauchzehen anbraten. 2 TL Kreuzkümmel, 2 TL gemahlenen Korriander und eine fein gehackte und entkernte grüne Chilischote (hier greife ich auch gerne mal zu Chilipulver bzw. Chilipaste) dazu geben und 2-3 Minuten mit andünsten. Anschließend Zwiebeln und Gewürze zu den Linsen geben. 2 Tomaten würfeln und unter die Linsen rühren (für den Notfall hab ich immer eine Dose geschälte und gewürfelte Tomaten zu Hause). Bei schwacher Hitze unter Rühren 5 Minuten einköcheln lassen. 125 ml Kokosmilch einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Kalter Hund

Mein Freund liebt "Kalten Hund". Da man diesen wunderbar vorbereiten kann und er sich ja auch sehr gut hält war er natürlich auch der ideale Kandidat für meinen Überraschungstrip. Da dies mein erster Versuch war musste natürlich auch etwas daneben gehen: ich hatte einen Moment nicht aufgepasst und schon fing die Schokolade an zu köcheln und wurde sofort krümmelig. Die erste Ladung landete somit nicht in der Kuchenform sondern im Mülleimer. Aber zum Glück hatte ich genug Zeit noch mal von vorne anzufangen. Dieses mal auch mit weniger Hitze und einer größeren Aufmerksamkeit meinerseits. Das Endergebnis wurde dann auch so schnell verputzt, dass ich gerade noch ein Stück fürs Foto retten konnte.


175 g Kokosfett (z. B. Palmin) 
100 g Zartbitter- Schokolade (70 % Kakaoanteil) 
250 g Vollmilch-Kuvertüre 
2 Eier (Größe M) 
75 g Puderzucker 
2 EL Kakaopulver 
Butterkekse

Kokosfett und Schokolade bei schwacher (!)  Hitze schmelzen lassen. Eier, Puderzucker und Kakaopulver schaumig schlagen. Geschmolzene Schokolade unterrühren. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen oder (wie ich) einfach zu einer Silikonform greifen. Etwas Schokocreme hinein geben. 4 Kekse nebeneinander drauf legen und dann Schicht für Schicht Schokolade und Kekse in die Form geben. Mit den Keksen abschließen. "Kuchen" über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.

Im wilden Osten

Wir haben das vergangene Wochenende an der Ostseeküste, genauer gesagt in Kühlungsborn, verbracht. Ich muss gestehen, dass ich bisher noch nicht viel von Ostdeutschland gesehen habe. Beruflich war ich kurz nach der Wende in Klink am Müritzsee in Mecklenburg-Vorpommern und vor 5 Jahren war ich für 3 Tage beruflich in Dresden. Seit dem Abitur (ich rechne jetzt nicht nach, wie viele Jahre das schon her ist) habe ich Freunde, die in Berlin wohnen, so dass es auch hier immer einen guten Grund gibt in unsere schöne Hauptstadt zu fahren. Aber ansonsten?

Meine Eltern hingegen sind relativ viel in Deutschland unterwegs und da mein Vater durch seinen damaligen Beruf im Außendienst auch die neuen Bundesländer kennengelernt hat bekomme ich von ihnen immer wieder zu hören, wie schön es dort ist. Kurz gesagt: es wurde Zeit sich das mal selbst aus nächster Nähe anzusehen. Ich finde vor allem im Winter die Küstengebiete ganz spannend. Im Sommer am Strand spazieren gehen kann ja jeder, aber dick eingemummelt in der Winterjacke und bewaffnet mit Mütze, Schal und Handschuhen ist das schon ein ganz anderer Schnack (wie wir Norddeutsche so sagen). Ich hab also nach ein wenig Internetrecherche und Rücksprache einfach über ein Wochenende ein Hotel in Kühlungsborn gebucht, heimlich gepackt und meinen Freund damit am Freitag überrascht.

Nach einer vierstündigen Stunden Autofahrt inklusive Stau rund um Hamburg sind wir dann am Nachmittag an unserem Zielort angekommen. Das Hotel war einfach super: vom Zimmer aus hatten wir direkten Blick auf die Ostsee und hinter dem Hotel befand sich der große Stadtwald. An dem Wochenende haben wir uns auch noch die umliegenden Ortschaften Bad Doberan, Warnemünde und Wismar besucht und ich muss schon sagen: es war richtig schön. Schnee am Strand sieht man ja nun auch nicht alle Tage uns so ein kleiner Kurztrip ist auch immer eine schöne Gelegenheit aus dem grauen Alltag mal auszubrechen. Sogar im trüben Februar!










Mittwoch, 20. Februar 2013

Unterwegs in Bremen | Tonight is Quiz-Night

Früher (ja mittlerweile darf auch ich so was sagen) kam ich montags von der Arbeit nach Hause, bin auf meinem Sofa zusammen gesunken und habe noch ein wenig dem vergangenen Wochenende hinterher getrauert und mich gegrämt, dass das nächste Wochenende noch soooo lange auf sich warten lässt. Nun gut, die Sehnsucht nach dem Wochenende ist noch immer die gleiche, aber seit einigen Jahren freue ich mich sogar auf den Montag Abend, denn da heißt es nun: Tonight is Quiz-Night!


Ich raffe mich also jeden Montag Abend auf, pilgere in unseren Irish-Pub im Viertel und lasse mich ab 20:30h mit Fragen löchern. Wir sind zu fünft in unserem Team und haben unsere Wissensgebiete eigentlich ganz gut unter uns aufgeteilt. Da wir hier ja in einem Irish Pub sitzen werden die Fragen entsprechend auch auf englisch gestellt. Jeden Montag kämpfen zwischen 30 und 40 Team um Punkte, Ruhm und Ehre. Da gilt es ungeschminkte Stars auf Bildern zu erkennen, zu wissen wo man die Langhans-Inseln findet, welches chemische Element sich hinter der Abkürzung Pt verbirgt, Lied und Interpret anhand eines kurzen Liedausschnitts zu erkennen und zu wissen wer das Buch "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" geschrieben hat. Die Fragen gehen quer durch sämtliche Gebiete und manchmal ist mal von seinem eigenen Wissen überrascht. Die Quiz-Night hat es auf jeden Fall geschafft mir den Montag zumindest am Abend zu versüßen! Und dann sind es ja auch nur noch 4 Tage bis zum Wochenende :-)

Freitag, 15. Februar 2013

Blumen

Ich liebe Blumen. Als ich gestern nach Hause kam wartete dort dieser wunderschöne Strauß, meine Lieblingsschokolade sowie eine sehr schöne Karte auf mich.


Ich bin jetzt nun nicht jemand, der dem Valentinstag große Bedeutung entgegenbringt. Aber wenn ich Blumen bekomme freue ich mich immer wie Bolle. Ich habe das große Glück, dass ich damit immer wieder mal überrascht werde und da ist es völlig egal welcher Tag gerade im Kalender steht.

Mittwoch, 13. Februar 2013

Vanilla-Cheesecake mit Kirschsoße

Eigentlich wollte ich am Samstag Abend was Schönes für uns kochen. Ich muss jedoch zugeben, dass der Wok und ich irgendwie nicht wirklich gut miteinander harmonieren. Mein Gemüse war teilweise verbrannt und trotzdem roh. Das Endergebnis war dann letztendlich dann zwar doch noch genießbar, aber auf keinen Fall einen Post würdig.

Nach dieser Pleite brauchte ich ein schnelles Erfolgserlebnis um mein angeknackstes Ego wieder auf Vordermann zu bringen. Ich hab also kurzerhand den Wok gegen die Rührschüssel ausgetauscht und mal wieder gebacken. Eigentlich bin ich kein großer Käsekuchen-Fan, aber wenn dieser zusammen mit Früchten auf den Tisch kommt, bin ich hin und weg. Somit ist es also nicht so verwunderlich, dass mein Blick beim Durchblättern meiner Rezeptheftchen auf diesem kleben blieb. Bei der Zubereitung hat auch alles geklappt so dass mein innerer Frieden wieder hergestellt ist :-)


Zutaten:
100 g weiche Butter
60 g + 125 g Zucker
1 1/2 TL flüssiges Vanillearoma
4 Eier
125 g Mehl
1 Msp. Backpulver
250 g Magerquark (*
600 g Doppelrahmfrischkäse (*
1 Glas (720 ml) Kirschen
20 g Speisestärke
*) ich habe die etwas kalorienärmere Variante gewählt und fettarmen Frischkäse und Sahnequark verwendet.

Springform fetten. 100 g Butter, 60 g Zucker, 1/2 TL Vanillearoma cremig rühren. 1 Ei runterrühren. Mehl und Backpulver vermischen und unterrühren. Teig auf dem Boden einer gefetteten Springform verteilen. Ofen auf 175°C vorheizen. 3 Eier, 125 g Zucker und 1 TL Vanillearoma sehr schaumig schlagen. Quark und Frischkäse unterrühren. Creme auf den Teig geben und gleichmäßig verteilen. Im heißen Ofen auf der untersten Schiene ca. 45 Min. backen. nach jeweils 20 bzw. 40 Min. den Kuchen mit einem Messer vom Rand lösen, damit die Oberfläche der Käse-Quarkmasse nicht einreißt. Ofen ausschalten und den Kuchen bei geöffneter Backofentür auskühlen lassen. Kirschen in einem Sieb abtropfen lassen und den Saft auffangen. Saft im Topf aufkochen. Speisestärke mit 2-3 EL Wasser verrühren und zu dem kochenden Saft geben (Topf dabei vom Herd nehmen). Unter Rühren ca. 1 min. köcheln lassen. Kirschen einrühren und abkühlen lassen. Vorm servieren die Kirschsoße auf den Kuchen geben.

Dienstag, 12. Februar 2013

Kaiserschmarrn

Als ich 11 Jahre alt war, war ich mit meinen Eltern und meiner Schwester in den Sommerferien in Österreich. Von der österreichischen Küche kannte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel. Mein Opa ist in Passau aufgewachsen und wir haben auch heute noch einige Verwandte dort. Meine Großtanten waren einige male auch bei uns in Bremen zu Besuch und zu dieser Zeit gab es immer leckere Knödel und vor allem mein heiß geliebter Apfelstrudel. Aber darüber hinaus kannte ich nichts.

Als wir eines Tages in Mayrhofen oben auf einer Alm saßen bestellte sich mein Vater einen Kaiserschmarrn. Ich konnte mir nichts darunter vorstellen und hatte eigentlich gedacht, dass es wohl eher um ein herzhaftes Fleischgericht handelt. Und dann kam er: dieser wundervoll duftende Kaiserschmarrn. Meine Schwester und ich haben meinem Papa quasi alles weg gegessen. :-)

Vor kurzem bin ich im Internet auf ein Bild von einem Kaiserschmarrn gestoßen und schon war der Wunsch da, endlich mal wieder einen zu essen.

 

Das Rezept habe ich bei chefkoch gefunden (klick). Ich habe unter den Teig noch zusätzlich eine handvoll Rosienen gegeben. Das war wie Urlaub auf der Zunge!

Freitag, 1. Februar 2013

Das elbische Wort für "Freund"...

...lautet "Mellon". Und genau daher hat mein Kater seinen Namen erhalten. Als klar war das der damals noch kleine Kerl bei mir einziehen würde, habe ich mir das Hirn zermalmt auf der Suche nach einem passenden Namen. Eine Figur aus den Büchern zu nehmen fand ich doof. Irgendwie klingen auch nur die Hobbit-Namen einigermaßen passend für einen Kater aber damit konnte ich mich auch nicht richtig anfreunden. Zum Glück fiel mir noch die Szene aus "Die Gefährten" ein, in der die Truppe vor den Toren von Moria stand und versuchte das Tor zu der Mine zu öffnen. Da hieß es "sprich Freund und tritt ein". Mir gefiel der Gedanke meinen Kater den Namen "Freund" zu geben und auf elbisch klingt das sogar ziemlich nett.

Auch wenn Mellon bis auf den Namen mit Nichts was auch nur annährend elbisch ist zu beschreiben wäre (rein optisch wäre ein Hobbit-Name doch passender gewesen) so wird er seinem Namen trotzdem gerecht. Er bringt alles mit, was man von einem guten Freund erwartet: wir erzählen uns alles (man könnte sogar sagen er ist eine richtige Plaudertasche), er verbringt gerne seine Freizeit mit uns (und davon hat er eine ganze Menge) und wenn es notwendig ist kann er auch ein sehr guter Tröster sein. Auch wenn wir uns nicht immer auf die gleichen Spiel- oder Fütterungszeiten einigen können, so trübt dies unsere wunderbare Freundschaft doch nur kurzfristig und im nächsten Moment ist alles wieder gut. Richtig schlecht gelaunt ist er eh nie. Beim Spielen hat er noch nie gekratzt oder zugebissen. Ich bin mir nicht mal sicher, ob er überhaupt fauchen kann. Mellon ist ein rundum toller Kerl und ich bin froh, dass er bei uns ist. Und das ist meiner Meinung nach auch diesen Post wert :-)

Kiani und Mellon