Samstag, 26. Januar 2013

So mag ich den Winter

Trotz anfänglichem Rumgezicke nach dem Motto "Du warst so lange nicht mehr hier, warum sollte ICH jetzt tun was DU willst?" wurde es doch noch ein schöner Winterausritt. Der liebe Zottel schnaubte zufrieden vor sich hin und auch die furchteinflößenden dunklen Straßen wurden nach ein wenig Überredungskunst meisterlich überquert. Und heute gab es sogar noch für mich eine Premiere: Rehe sieht man in dieser Gegend durchaus häufiger, aber heute habe ich zum ersten mal einen jungen Hirsch mit einem noch relativ kleinem Geweih gesehen. Das ist für einen Stadtmenschen wie ich es bin durchaus was besonderes.




Dienstag, 22. Januar 2013

Jacobsmuscheln

Ich war vor kurzem zum ersten mal bei "Lestra". Wenn man mal besondere Lebensmittel benötigt ist man hier genau richtig. Ich hatte von meinem Freund ein "wenn du was Schönes siehst bring es mit" mit auf den Weg bekommen. Mit dieser konkreten Anweisung bin ich also durch den Supermarkt geschlendert und habe die Regale und Theken nach "etwas Schönen" abgescannt. Als ich an der Fischtheke ankam hat es dann auch tatsächlich "Klick" gemacht. Die Jacobsmuscheln haben mich so nett angelächelt , dass ich sie einfach mitnehmen musste. Über den Preis hülle ich an dieser Stelle mal den Mantel des Schweigens, aber was da später am Abend auf unserem Teller lag war einfach der Hammer!

Ich hatte zu Hause noch schwarze Nudeln (in Totenkopfform - fragt nicht ;-)) und somit war eigentlich klar, wie ich die Jacobsmuscheln standesgemäß servieren konnte.


Die Jacobsmuscheln habe ich in einer Pfanne mit ein wenig Butter von jeder Seite etwa 1/2 Minute angebraten. Die Muscheln aus der Pfanne nehmen. Den "Bratsud" mit 1/4 l Weißwein ablöschen und aufkochen lassen. 250 ml Sahne dazu geben, aufkochen und etwa um 1/3 reduzieren lassen. 1 Döschen Safran einrühren. Die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In der Küche roch es danach übrigens so gut, dass mein Freund am liebsten dort übernachtet hätte ;-)

Montag, 21. Januar 2013

Home sweet Home | Lego erobert mein Herz

Vor 2 Jahren haben wir uns zu Weihnachten zusammen eine Wii gekauft. Nach der anfänglichen Begeisterung (ich habe Mario Kart bis zum Exzess gespielt) fristete die Wii dann aber schnell ein stiefmütterliches Dasein. Ich hab es leider nicht geschafft den letzten Spiellevel bei Mario Kart frei zu spielen und irgendwann entnervt aufgegeben. Da mein Freund auch lieber auf der X-Box zockt lag die arme Wii-Konsole lange Zeit traurig im Schrank hinter verschlossenen Türen und hoffte auf eine Zeit, in der auch sie wieder für Spaß im Wohnzimmer sorgen durfte. Im Dezember 2012 wurden dann ihr Wehklagen erhört: Mein Freund hatte für sein Patenkind das "Lego - Herr der Ringe"-Spiel für dessen Nintendo DS als Weihnachtsgeschenk gekauft, und ich als großer "Herr der Ringe"-Fan habe zum ersten mal wieder ein leichtes Kribbeln in den Fingerspitzen gespürt: "Das könnte ich mir für die Wii auch nett vorstellen"... Gesagt, getan. Ich hab das Spiel bei amazon bestellt und dann einfach losgelegt (nachdem ich erst mal wieder raus bekommen habe, wie die Wii überhaupt noch richtig aufgebaut wird). Tja, und dann ist es passiert: ich war begeistert und habe 3 Tage stundenlang vor dem Fernseher gesessen, Freund, Katzen, Familie und Essen ignoriert und das Spiel komplett durchgespielt. Und es hat super viel Spaß gemacht!

Aus der Anfangszeit lag auch noch "Lego - Harry Potter, die Jahre 1-4" in unserem Schrank. Damit habe ich dann die letzte Woche verbracht und mittlerweile ist auch das Nachfolgerspiel für die Jahre 5-7 bestellt. Ach, ich freu mich! Die Lego-Spiele sind so witzig und liebevoll gestaltet. Auch wenn man das Spiel komplett durchgespielt hat kann man noch mit seinen Figuren durch die Filmkulisse laufen und kleine Spielchen spielen, die man vorher gar nicht entdeckt hatte bzw. auch gar nicht spielen konnte, da den Figuren zu dem Zeitpunkt noch die dazu gehörigen Fähigkeiten fehlten. Ich fürchte, ich werde noch einige Zeit in Lego-Hogwarts und Lego-Mittelerde verbringen. Und dabei hatte ich ja eigentlich vor, dieses Jahr wieder mehr zu lesen. Mal abwarten wie lange ich das Wehgeschrei der Bücher im Regal ignorieren kann...

 

Unterwegs in Bremen | Eine schöne Tradition

Wer kennt das nicht: man ist abends mit Freunden auf ein paar Drinks verabredet und hat vorher keine Zeit noch eine Kleinigkeit zu essen. Ich sehe zwar immer zu, dass ich zumindest eine kleine Grundlage habe, aber manchmal klappt das leider nicht. Da saß ich also am Freitag Abend mit Freunden in einer Kneipe im Viertel, vor mit ein schönes kaltes Bier und eine mahnende Stimme in meinem Kopf die mir sagte "du musst auf jeden Fall noch was essen!". Und während ich vor meinem geistige Auge die kulinarischen Möglichkeiten der Nachbarläden durchgehe, geht plötzlich die Tür auf und SIE steht da! Im Arm den im Viertel berühmten riesigen Weidenkorb; bestückt mit frischen und sehr heißen, gefüllten Brötchen. Zur Auswahl stehen Käse-Lauch- und Käse-Lauch-Salami-Brötchen. Meine Wahl fällt auf die Käse-Lauch-Variante und für 2,50 € bekomme ich nun also meine warme Mahlzeit.

Diese Brötchen haben bei uns im Viertel eine lange Tradition. Seit ich im Viertel unterwegs bin (und das sind ja nun auch schon 10 - 15 Jahre) gibt es diese Frau mit ihrem Brötchenkorb. Und selbst wenn man das letzte Brötchen ergattert kann man sich darauf verlassen, dass auch dieses noch schön heiß ist. Wie sie das sogar im kalten Winter mit ihrem Weidenkorb hinbekommt? Keine Ahnung - aber man kann sich darauf verlassen! Und das Wichtigste: die Brötchen sind nicht nur heiß, sondern auch total lecker. Ich freue mich jedenfalls immer, wenn ich eins ergattern kann.

 
(Ich bitte die mäßige Bildqualität zu entschuldigen, aber mit schlechten Lichtverhältnissen ist meine Handykamera doch leicht überfordert!)

Donnerstag, 17. Januar 2013

Cannelloni mit Kürbis und Chili-Hacksauce

Ich habe bestimmt schon mal erwähnt, dass ich ein großer Kürbisfan bin ;-)

Kurz von unserem Urlaub hab ich von meiner Mutter noch Kürbis geschenkt bekommen. Da unsere Vorratskammer relativ kühl ist, lässt sich der Kürbis da auch sehr gut lagern. Aber vom Rumliegen wird er ja bekanntlich auch nicht besser und so hab ich mal wieder meine "lecker"-Rezeptsammlung nach einer neuen Kürbisidee durchgeforstet. Und das hier ist dabei rausgekommen:


Rezept:
1 kleiner Hokkaido-Kürbis (ca. 500 g)
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1-2 EL Öl
1 große (850 ml) und eine kleine (425 ml) Dose Tomaten
Salz, Pfeffer, Zucker (ich bevorzuge Honig)
1-2 rote Chilischoten
500 g gemischtes Hack
1 EL Tomatenmark
1 Ei
16-18 Cannelloni
125 g Mozzarella
100 g Ziegenfrischkäse

Den Kürbis waschen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Öl in einer Pfanne mit Deckel erhitzen. DieHälfte der Zwiebeln, den Knoblauch und den Kürbis in der Pfanne geben und unter Rühren 3-4 Minuten andünsten. Tomaten samt Saft in die Pfanne geben, aufkochen und zugedeckt ca. 10 Min. köcheln lassen. Tomaten zerdrücken und mit Salz, Pfeffer undeiner Prise Zucker würzen.
Für die Cannelloni-Füllung die Chilischoten waschen, entkernen und fein hacken. Hackfleisch, Rest Zwiebeln, Chili, Tomatenmark und ein verkneten. Mit ca. 1 TL Salz und ca. 1/2 TL Pfeffer würzen. Den Ofen auf 200°C vorheizen. Etwas Tomatensoße in eine eckige Auflaufform geben. Cannelloni jeweils senkrecht hinstellen und mit Hackmasse füllen. Die Cannelloni dicht an dicht in die Form legen. Die restliche Soße über die Cannelloni geben. Den Mozzarella in Streifen schneiden und mit dem Ziegenkäse darüber verteilen.

Dienstag, 15. Januar 2013

Spinat mit Feta in Blätterteig

Dies ist eins der Gerichte, die ich ohne Rezept koche und das ich immer dann auftische, wenn mir gerade nichts einfällt oder ich zu faul bin ein neues Rezept auszuprobieren. Hierfür braucht man eine Packung TK-Blätterteig, Spinat (ich nehme immer den Würzspinat von Iglo, da dort die Zwiebeln bereits mit drin sind), Feta, Muskat, Pfeffer und evtl. noch Salz.

Den Würzspinat auftauen und in einem Topf erhitzen. Den Feta in Würfel schneiden und dazu geben. Mit Muskat und Pfeffer abschmecken. Da der Feta ja schon sehr salzig ist, bin ich mit dem salzen vorsichtig. Eine Auflaufform mit ein wenig Öl oder Butter einfetten und mit der Hälfte des Blätterteigs auslegen. Die Spinatfüllung in die Auflaufform geben und mit dem restlichen Blätterteig bedecken. Bei 200°C ca 30 Minuten im Ofen backen bis der Teig schön aufgegegangen und goldbraun ist. Achtung beim Essen: die Füllung ist sehr, sehr heiß!



Sonntag, 6. Januar 2013

Gratin dauphinois

...oder auf deutsch: Kartoffelauflauf. Mein zweites Gericht aus "Paris in meiner Küche". Schnell gemacht und wirklich lecker.



1 kg festkochende Kartoffeln schälen und in 3mm dicke Scheiben schneiden. 300 ml Milch und 300 g Sahne mit 1 TL Senf, Salz und Muskatnuss in einem Topf erhitzen. Die Kartoffeln dazu geben und ca. 10 Minuten darin köcheln lassen. Wer den Auflauf als Hauptgericht essen möchte kann an dieser Stelle einfach noch 200 g klein geschnittenen Räucherlachs oder 50 g klein geschnittenen geräucherten Schinken dazu geben sowie die abgeriebene Schale einer Bio-Orange (< das fand ich anfangs ungewöhnlich, aber mit diesem leichten Orangenaroma schmeckt der Auflauf wirklich besonders gut, auch wenn der Geruch (zumindest von mir) eher mit Kuchen in Verbindung gebracht wird!). Eine Auflaufform mit einer Knoblauchzehe ausreiben und anschließend mit Butter einfetten. Die Kartoffel-Sahne-Mischung in die Form geben und bei 200°C im Backofen 35-40 Minuten backen.

Donnerstag, 3. Januar 2013

2013

Nachdem der große Weltuntergang ausgefallen ist, starten wir also unbeschadet ins Neue Jahr. Nachdem mein Vorsatz vom letzten Jahr (wieder mehr zu lesen) in 2012 gnadenlos gescheitert ist (10 Bücher sind eine wirklich erbärmliche Bilanz), werde ich diesen ganz oben auf meine neue "Vorsätze für 2013"-Liste setzen. Dicht gefolgt von dem monatlichen Date-Tag* mit meinem Freund, den wir in 2012 ziemlich vernachlässigt haben. Ansonsten braucht sich meinetwegen in meinem Leben eigentlich nicht viel zu ändern. Irgendwie schön, wenn man so was sagen kann :-)

In diesem Sinne: 2013, ich bin bereit!

*an diesem Tag planen wir Unternehmungen, von denen man immer sagt "das müssen wir mal machen" und die man dann doch wieder auf die lange Bank schiebt. Mit diesem festen Termin kann man wenigsten das ein oder andere "abarbeiten" :-)

Feigen-Hühnchen-Salat

Auf dem tollen Blog von Slomo bin ich über das Kochbuch "Paris in meiner Küche" gestolpert. Ich hab mich bisher noch nie großartig mit der französischen Küche beschäftigt. In meiner Vorstellung besteht die französische Küche aus kleinen Portionen auf viel zu großen Tellern für unglaublich viel Geld. Das aber jemand (in diesem Fall Rachel Khoo) in einer winzigen Küche bestehend aus zwei Herdplatten und einem kleinen Backofen klassische französische Gerichte alltagstauglich auf den Tisch zaubert hat mich dann schon neugierig gemacht. Also hab ich mir das Buch zu Weihnachten gewünscht, auch bekommen und bereits darin rumgeschmöckert. Die Rezepte klingen sehr lecker und sie Zubereitung ist in der Tat sehr unkompliziert. Ich hab mir bereits schon das ein oder andere Rezept rausgesucht und werde es hier auch entsprechend posten.

Für mein Weihnachtsessen hatte ich vorher ganz Bremen nach Feigen abgesucht. Der Supermarkt um die Ecke hatte keine bekommen und vom türkischen Gemüsehändler wurde mir dann auch noch mitgeteilt, dass die Feigensaison auch schon lange vorbei sei. Das ist natürlich äußerst ungünstig, wenn man sich bereits im Vorfeld auf ein Gericht eingeschossen hat und dieses auch anhand der Dezemberausgabe meiner Lieblingskochhefte "lecker" als saisonbedingt ansieht. Zum Glück gibt es in Bremen-Horn den Feinschmecker-Laden "Lestra". Hier hab ich nicht nur die Feigen gefunden, sondern diese sahen auch äußerst frisch und lecker aus. Also wanderten gleich 8 Stück in meinen Einkaufskorb. Da ich diese letztendlich aber nicht alle brauchte stellte sich die Frage: was mach ich mit dem Rest?

Bereits das erste Rezept aus "Paris in meiner Küche" lieferte die Antwort: Feigen-Hünchen(leber)-Salat. Ich bin nun kein Freund von Innereien und auch die Beteuuerung der Autorin, dass sie dies früher ebenso gesehen  hat, konnte mich nicht umstimmen die Hühnchenleber trotzdem zu probieren. Ich habe also statt der Leber ganz schlichte Hühnchenbrust gekauft und mir meine eigene Kreation gezaubert.


1 EL Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Eine rote Zwiebel in feiner Würfel schneiden und zusammen mit einem Zweig Thymian in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze glasig braten. 200 g Fleisch (bzw. Leber) mit Salz und Pfeffer würzen in der Pfanne gar braten  (Leber bei starker Hitze von jeder Seite 1-2 min. braten, bis sie außen goldbraun, innen aber noch rosa ist). 2 EL Rotweinessig dazugeben und etwa 30 Minuten verdampfen lassen.
In der Zwischenzeit 100 g Salat waschen, abtropfen lassen und auf dem Teller anrichten. 4 Feigen waschen, in Spalten schneiden und auf dem Salat verteilen. Zwiebeln und Fleich (bzw. Leber) darauf anrichten, dabei den Thymianzweig entfernen. Den Salat mit etwas Olivenöl betreufeln und mit Salz bestreuen.