Mittwoch, 18. Dezember 2013

Urlaub auf Bali | Frühstück mit Affen


Von Sanur ging es weiter nach Ubud. Wer auf Bali von A nach B möchte kann sich entweder einen privaten Fahrer nehmen oder auf einen Shuttle-Bus zurück greifen. Am meisten Verlass soll hierbei auf die Perama-Busse sein. Die Busse sind zwar ziemlich klein und klapprich, aber für die kurze Fahrt von Sanur nach Ubud auf jeden Fall eine sehr günstige Reisemöglichkeit. Unsere Unterkunft in Ubud lag in unmittelbarer Nähe zum Affenwald. Somit war es dann auch nicht verwunderlich, wenn sich der ein oder andere Makake auf der Anlage blicken lies. Ich bin bei Wildtieren ja doch durchaus ein vorsichtiger Zeitgenosse und unser Besuch im Affenwald hat mich darin wieder nur bestätigt. Das man in der Gegenwart von Affen auf sein Hab und Gut aufpassen muss, sollte ja jedem klar sein. Dass Essbares auf Affen eine unerklärliche Anziehungskraft ausübt ist ebenfalls noch einleuchtend. Dass aber sogar simples Trinkwasser die kleinen Kleptomanen tätig werden lässt - damit hatte ich nicht gerechnet. Die erste Wasserflasche wurde schon vor dem Betreten des Waldes von einem der kleinen Monster kaputt gebissen. Die zweite Flasche habe ich dann auch ganz schnell in meiner Tasche verschwinden lassen und erst nach dem Verlassen des Waldes in sicherer Entfernung ausgetrunken. Fairerweise muss ich aber sagen, dass mir persönlich von den Makaken kein Haar gekrümmt wurde. Nicht einmal in dem Augenblick als mir der haarige Kollege halb auf den Arm sprang und meine Plastikflasche platt machte. Ein respektvoller Abstand kann aber trotzdem nicht schaden. Die pelzigen Zeitgenossen kann man schließlich auch mit etwas Abstand ganz großartig beobachten.

 
In Ubud kann man die Zeit aber nicht nur mit Makaken zählen verbringen. Wir sind in unseren Urlauben leidenschaftliche Fußgänger und selbst das schweißtreibende Bali konnte daran Nichts ändern. Nördlich von Ubud gibt es einen sehr schönen Spazierweg durch die Reisfelder. Die Monkey Road ist einer der geschäftigeren Straßen in Ubud. Sobald man diese jedoch verlässt und in eine der kleinen Seitenstraßen einbiegt ist es auf einmal unglaublich ruhig und friedlich. Genauso beginnt auch der ausgeschilderte Weg durch die Reisfelder. Anfangs geht man noch auf einer richtigen Straße und wird immer wieder mal von einem der kleinen Mopeds überholt, aber irgendwann ist auch diese Straße zu Ende und man läuft nur noch über einen kleinen Trampelpfad. Der Blick nach links und rechts ist dabei immer wieder atemberaubend schön. Sattes grün von den Reisfeldern, bunte Schmetterlinge und mit ganz viel Glück (oder auch Pech, das liegt ganz im Auge des Betrachters) sieht man auch mal eine Schlange. Mein Freund hat eine kleine grüne Schlange in windeseile über den Weg schlängeln sehen. Ich war in diesem Augenblick hinter ihm und hab dieses Erlebnis leider verpasst. Ich hab dagegen in unserer Bungalowanlage eine kleine bräunliche Schlange gesehen, die auf dem Weg zum Frühstück plötzlich meinen Weg kreuzte. Und ganz ehrlich: wenn man auf so eine Begegnung nicht vorbereitet ist kann man sich ganz schön erschrecken.


In und um Ubud herum gibt es aber nicht nur wilde Tiere sondern auch jede Menge Künstler. Von moderner Kunst über Popkultur bis hin zur traditionellen Landschaftsmotiven ist alles dabei. Wer mit der Kunst nicht viel am Hut hat kann in den zahlreichen Restaurants, Bars, Bekleidungsgeschäften, Museen, dem Tanztheater oder einem der vielen Massagesalons seine Zeit verbringen. Wer sich in Ubud langweilt hat selber Schuld :-) Wir waren nur vier Tage hier und ich finde es ja doch immer etwas bedauerlich, wenn ich erst am letzten Tag neue Spazierwege oder anderes Sehenswertes entdecke. Aber auch das gehört zum Urlaub irgendwie dazu. Wer alles sehen will muss halt längere Zeit vor Ort bleiben und nicht wie wir nur zwei Wochen.


Bei unserem Aufenthalt in Ubud haben wir uns auch für einen Tag einen Fahrer gebucht und die Tempel Gunung Kawi sowie Tirta Empul besucht. Gerade der erste war für mich, die eh nicht gerade eine Sportskanone ist, eine echte Herausforderung. Der Weg zum Tempel ist gut zu bewerkstelligen, zumal man die ganze Zeit nur abwärts geht. Die in die Felsen gehauenen Staturen sind wirklich sehr beeindruckend. Ich finde es ja immer wieder erstaunlich zu welchen Bauten die Menschheit damals ohne Bagger und Krähne im Stande war. An meine körperlichen Grenzen bin ich bei dem Wiederaufstieg aus der Tempelanlage gestoßen. Der Weg, den wir genommen hatten, hatte unglaublich hohe Stufen. Für einen Zwerg wie ich es bin war das alleine schon ziemlich anstrengend. Die feuchte Hitze gepaart mit der körperlichen Anstrengung ließen mich schon nach kürzester Zeit wie meine asthmakranke Katze nach Luft schnappen. Unser Fahrer dagegen hatte nicht die kleinste Schweißperle auf der Stirn und hüpfte mit einer Leichtigkeit die Stufen nach oben, dass mich mein Geschnaufe schon ein wenig beschämte. Irgendwie hab ich es jedenfalls geschafft wieder zum Auto zu gelangen, meinen erlittenen Wasserverlust auszugleichen und ein Dankgebet an den Erfinder der Klimaanlage zu murmeln. Der Tirta Empul Tempel lag in unmittelbarer Nähe. Die Anlage ist über 1000 Jahre alt. Hier können gläubige Hindus sich in dem heiligen Quellen reinigen und heilen zu lassen. Ich wäre am liebsten auch in das Wasser gesprungen, aber ich hatte keine Wechselkleidung dabei und auch mein Verlangen nach Abkühlung erschien mir mehr als unangebracht und auch ein wenig respektlos gegenüber den Gläubigen.


Da man ja immer wieder gesagt bekommt "bei warmen Wetter helfen am besten warme Getränke" haben wir dann noch einen ungeplanten Zwischenstopp bei einer Kaffeeplantage. Neben dem wirklich guten Bali-Kaffee (hier obendrein noch in verschiedenen Geschmacksrichtungen) gab es auch sehr leckere Teesorten, Kakao und natürlich auch den teuersten Kaffee der Welt: der Katzenkaffee. Ich persönlich bin kein Kaffee-Junkie, aber zum Frühstück oder auch mal nachmittags mag ich ganz gerne mal eine Tasse trinken. Im Büro trinke ich dagegen lieber Tee und lasse dabei kaum eine Kräuter- oder Früchtesorte aus. Somit war es auch für mich ein echtes Vergnügen mich hier durch die verschiedenen Sorten durchzuprobieren. Zum Schluss wurde uns auch eine kleine Tasse Katzenkaffee gereicht. Ich muss gestehen, dass ich jetzt nicht so den großen Unterschied zu den herkömmlichen Kaffeesorten heraus geschmeckt habe. Er war nicht schlecht, aber auch nicht so überragend, dass ich mir hier in Deutschland welchen kaufen würde. Auch stehe ich der Haltung der Schleichkatzen in Käfigen eher kritisch gegenüber. Ich denke, dass die Gewinnung der Kaffeebohnen auch anders möglich wäre. Es ist halt selbst im Paradies nicht alles perfekt.
 

Dienstag, 3. Dezember 2013

Urlaub auf Bali | "We're on a road to nowhere..."

Na ja, so ganz stimmt das nicht. Erstens sind wir bereits wieder zu Hause und zweitens sind wir nicht gegangen oder gefahren sondern geflogen. Unser Urlaubsziel war uns allerdings selbst lange Zeit nicht bekannt. Der gute Petrus hatte auch kräftig dafür gesorgt, dass die Liste unserer möglichen Urlaubsziele immer kürzer wurde (Mexiko, Vietnam, Philippinen) und unser Lieblingsreiseland Kanada ist im November auch nicht unbedingt ideal, wenn man kein Winterfan ist. Bei unserer Abreise Anfang November war daher eigentlich nur sicher, dass unsere Reise Richtung Asien genauer gesagt nach Hongkong ging. Ab Hongkong hatten wir dann Standby-Tickets für Flüge nach Bangkok, Denpasar und Jakarta und ließen das Schicksal entscheiden wo es hingehen sollte. Unsere erste Wahl war schon Bali und somit waren wir dann auch sehr glücklich, dass wir gleich beim ersten Versuch eine Bordkarte nach Denpasar ergattern konnten.

Da wir manchmal auch kleine Optimisten sind, hatten wir zumindest die erste mögliche Nacht auf Bali vorgebucht. Wir hatten uns für den Ort Sanur im Süden der Insel entscheiden. Dieser liegt nicht weit weg von Denpasar und wurde als guter Startort für Balireisen empfohlen. Im Nachhinein muss ich sagen, dass dies eine durchaus gute Entscheidung zum "Ankommen" war. Sanur ist laut unserem Reiseführer der erste Touriort der Insel gewesen. Trotzdem geht es hier doch eine ganze Ecke ruhiger zu als in der ebenfalls in der Nähe liegenden Surferhochburg Kuta. Bei einem Blick auf die Wettertabelle hatte ich jedoch bereits vor unserer Abreise gesehen, dass auf Bali die Regenzeit in Kürze beginnt. Das Wetter war daher auch erwartungsgemäß ziemlich schwül und wir haben den ganzen Urlaub immer wieder ein wenig mit der Hitze und der Luftfeuchtigkeit gehadert. Da wir beide aber ein mehr oder weniger anstrengendes Jahr hinter uns hatten, war unser Hauptziel eh "Erholung". Wir haben daher die ersten Tage in Sanur verbracht und die Zeit mit Baden, Essen, Bummeln und Massagen incl. einem Fisch-Spa "verbummelt". Im Nachhinein ist es sicherlich ein wenig schade dass wir keine großartigen Ausflüge gemacht haben, aber für uns war es so trotzdem okay. Und wie heißt es noch so schön: "The time you enjoy wasting is not wasted time".
 

Übernachtet haben wir im Inna Sindhu Beach Hotel. Das Hotel hat einen direkten Zugang zum Strand. Hier befinden sich auch das Restaurant und die Beach-Bar. Unser üppiges Frühstücksbuffet haben wir also jeden morgen mit den Füßen im Sand und den Blick auf das Meer genossen. Überhaupt gibt es an diesem Strandabschnitt unzählige Restaurants die von einheimischer bis internationaler Küche alles anbieten. Ich finde es ja immer etwas feige in fernen Ländern auf Pizza und Pasta zurück zu greifen. Daher habe ich auf Bali auch ausschließlich indonesisches Essen bestellt. Vor allem die Fischgerichte haben es mir angetan und ganz besonders der Red Snapper. Schade, dass dem die Nordsee zu kalt ist.


Montag, 4. November 2013

Halloween

Ich bin kein großer Karneval-Freund. Diese an den Tag gelegte Fröhlichkeit geht mir eher auf die Nerven. Die morbide Art von Halloween gefällt mir irgendwie besser, auch wenn wir dieses Fest ja nur ganz dreist von den Iren geklaut haben. Wir im Norden Deutschlands sind ja obendrein auch noch in der unglücklichen Lage kein Allerheiligen zu feiern und damit obendrein genötigt an diesem katholischen Feiertag zu arbeiten. Ganz schön unfair!

Trotzdem lassen wir es uns nicht nehmen Halloween zu feiern. Neben den schön schaurigen Kostümen ist auch das Essen ein wichtiger Bestandteil:





Meine eigene Kreation war zwar nicht wirklich gruselig, aber dafür umso ekelhafter:

Die Herstellung war ziemlich einfach. Ich habe zwei Topfkuchen gebacken (Schokoladenkuchen und Biskuit). Diese werden nach dem Abkühlen zerbröselt und mit 1 Packung gekochtem Vanillepudding vermengt. Eine Packung Loffelbiskuit  zerbröseln und auf dem Kuchen verteilen. Für das "Katzengold" Stork Schkoladen-Riesen in der Mikrowelle erwärmen, in Form drücken und auf dem Kuchen verteilen. Fertig!

Montag, 14. Oktober 2013

Chicken-Burger mit Mangosauce

Wir essen gerne Burger. Da ich aber eine leichte Abneigung gegen die bekannten Fastfood-Ketten habe, essen wir Burger entweder im Hegartys oder im Greens. Da hat man wenigstens das Gefühl, dass man was anständiges isst und nicht nach kurzer Zeit wieder vom Hunger gequält wird.
 
Da Essen gehen jedoch auch immer eine Geldfrage ist und man Burger ja auch fantastisch selbst machen kann, habe ich meinen Freund mit dieser Variante überrascht:

 
Das Rezept stammt mal wieder von lecker (klick). Ich liebe süß-scharfes Essen und dieser Burger ist, was das betrifft, wirklich ein Gedicht.

Resteessen im Filoteig

Ich hatte vor einiger Zeit eine Packung Filoteig gekauft, die seitdem auf ihren Einsatz wartete. Eigentlich war mein Plan, diesen für einen kleinen Apfelstrudel zu verwenden, aber irgendwie bin ich noch nicht dazu gekommen. Da der Teig vom Rumliegen auch nicht besser wird habe ich am Sonntag unsere Vorräte oder eher gesagt unsere Reste aus dem Kühlschrank geholt (Ich hasse es, wenn nur noch Minireste übrig sind, aus denen man eigentlich nicht gescheites mehr machen kann) und habe einfach mal was ausprobiert. Dass man diesen Filoteig auch wunderbar in Muffinformen backen kann, habe ich bereits in einigen Kochbüchern gesehen. Ich habe daher einfach ein paar Füllungen kreiert, den Teig in kleine Quadrate geschnitten, diese in die gefettete Muffinform gegeben, mit den Füllungen bestückt und bei 200°C etwa 15 Minuten backen lassen.


Für die Bananenfüllung 1 reife Banane in kleine Stückchen schneiden und mit 2 EL Frischkäse vermengen. Mit Chilipulver ab schmecken.
 
Für die Ziegenkäse-Tomatenfüllung 2 Tomaten in kleine Stückchen schneiden. Mit 2 EL Ziegenfrischkäse vermengen, mit Thymian würzen und mit Salz und Pfeffer ab schmecken.
 
Für die Würstchenfüllung 2 Geflügelbockwürstchen klein schneiden und mit 2 EL Paprikafrischkäse vermengen.
 
Für die Tomatenfüllung 2 Tomaten kleinschneiden und mit 2 Scheiben klein geschnittenen Tomate-Basilikum-Leerdamer vermengen.

Dienstag, 8. Oktober 2013

Pumpkin-Pancakes

Letztes Jahr waren wir zu Thanksgiving in Florida. Da wir an dem Tag von Vero Beach bis nach Miami Beach fahren wollten und so quasi den halben Tag im Auto verbringen mussten, musste ein Frühstück her, dass den Hunger für den Rest des Tages stillen konnte. Und wer könnte das besser als IHOP? Ich liebe dieses International House Of Pancakes. Wenn man dort Kaffee bestellt bekommt man nicht nur wie bei uns zwei Tassen vorgesetzt, sondern eine komplette Thermoskanne. Und die Pancakes sind einfach unschlagbar lecker und sättigend. Da ja Thanksgiving war habe ich mich für die Pumpkin-Pancakes entschieden. Eine wirklich gute Wahl!
 
Und nun ein Jahr später habe ich mich im Internet auf die Suche nach einem passenden Rezept gemacht. Fündig geworden bin ich hier (klick). Den Originalgeschmack vom letzten Jahr konnte ich damit zwar nicht ganz erzielen, aber ebenso lecker waren sie auf jeden Fall.


Un week-end à Paris (Teil 3)


Heute stand die Pariser Oper auf unserem Programm. Bevor ich überhaupt einen Blick in unseren Reiseführer geworfen habe, bin ich bereits über diesen Eintrag (klick) auf dem Blog quite.precious gestolpert und mir war klar: das will ich sehen! Die Oper ist ein unglaublich schönes und prunkvolles Gebäude. Der Höhepunkt für mich war aber das Deckengemälde von Marc Chagall.


Unser Hotel lag in der Nähe des Arc de Triomphe uns so bot es sich für unseren letzten Tag geradezu an über die Champs-Elysées Richtung Triumpfbogen zu spazieren. Im Reiseführer stand, das die Pariser die "Prachtstrasse" nicht mögen und eher scheußlich finden und ich muss gestehen: irgendwie haben sie damit Recht. Eine in beide Richtungen vierspurige Strasse als schön oder sogar prachtvoll zu bezeichnen käme wohl nur jemandem vom Strassenbauamt in den Sinn. Na ja, jedenfalls weiß ich nun, dass ich bei unserem nächsten Parisbesuch um diese Strasse einen großen Bogen machen kann. Viel schöner fand ich dagegen den kleinen Park der bei unserem Hotel direkt um die Ecke lag. Hier haben wir uns vor unserem Abflug noch ein wenig in der Sonne ausgeruht. Ein perfekter Abschluss für ein wunderschönes Wochenende!


Montag, 7. Oktober 2013

Backwahn | Schokoladen-Bratapfel-Kuchen

Herbstzeit ist immer auch Apfelkuchenzeit. Ich hab schon einige unterschiedliche Apfelkuchen gebacken und so langsam wird es schon ein wenig schwierig was Neues auszuprobieren. Daher fange ich mittlerweile an Rezepte abzuändern, umzugestalten und selbst zu kreieren. Das trifft auch auf diesen Schokoladen-Bratapfel-Kuchen zu. 

 
4 große Äpfel schälen, halbieren und das Gehäuse entfernen. 150 g Marzipan klein schneiden. 100 g Mandelstifte in einer fettfreien Pfanne anrösten. Mandeln mit dem Marzipan vermengen und etwa 2/3 der Menge in die Äpfelhälften füllen. Ofen auf 180°C vorheizen. 100 g Zartbitterschokolade über einem Wasserbad schmelzen und ein wenig abkühlen lassen. 175 g weiche Butter 75g Zucker, 75 g brauner Zucker, 1 Prise Salz und ein Päckchen Vanillezucker miteinander verrühren. 4 Eier nach und nach dazu geben.  250 g Mehl, 1 Päckchen Backpulver und 1 gehäufter Teelöffel Kakao miteinander vermengen und nach und nach zu dem Teig geben. Die flüssige Schokolade unter den Teig rühren und in eine Springform geben. Die Apfelhälften in den Teig drücken und die obere Hälfte mit einem Messer einritzen. Einige Butterflocken sowie die restliche Marzipan-Mandelmischung auf dem Kuchen verteilen. Im Ofen etwa 70 Minuten backen, ggf. den Kuchen vor Ende der Backzeit abdecken, damit er nicht zu dunkel wird. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.
 

 

Sonntag, 6. Oktober 2013

Un week-end à Paris (Teil 2)

Bevor wir nach Paris geflogen sind hab ich mir natürlich überlegt, was ich mir in Paris alles ansehen will und da standen der Louvre und Versaille ganz weit oben auf der Liste. Allerdings war mir von Anfang an klar, dass beides an nur einem Wochenende natürlich nicht zu schaffen ist. Da Versaille ja bekanntlich nicht direkt in der Pariser Innenstadt liegt, hab ich mich also schweren Herzens gegen Versaille entschieden. Bevor es aber Richtung Louvre ging wollten wir erst einmal den Katakomben einen Besuch abstatten. Die Schlange vor dem Eingang war jedoch so unglaublich lang und ohne jede Bewegung, dass wir  uns sehr schnell dazu entschieden haben, gleich direkt weiter zum Louvre zu fahren. Vor dem Eingang war zwar ebenfalls eine Schlange, aber die war überraschenderweise wesentlich kürzer und beweglicher. 


Wir sind an die drei Stunden durch den Louvre gelaufen und ich muss zugeben, dass mir danch die Füße doch schon ein wenig weh getan haben. Aber der Tag war noch jung und es gab doch noch einiges in Paris zu sehen. Zum Beispiel die Brücke Pont Neuf. Es ist ja mittlerweile überall auf der Welt zum absoluten Sport geworden überall Vorhängeschlösser als romantische Geste zu hinterlassen. Das sieht zwar einerseits sehr hübsch aus, aber ich frage mich jedesmal wie viele "Vorhängeschloss-Paare" überhaupt noch zusammen sind. 


Auf der Seine fuhren einige dieser Touri-Boote herum und so kamen wir auf die Idee uns ebenfalls ein wenig rumschippern zu lassen und unseren geschundenen Füßen eine kleine Pause zu gönnen. So konnten wir auch gleich auf angenehme Weise zum Eifelturm gelangen. Dadurch, dass man ihn häufig von weitem sehen konnte, war natürlich klar, dass dies nicht nur so ein kleines Türmchen ist war ja klar, aber wenn man direkt vor ihm steht ist er wirklich mehr als nur imposant. Es ist zwar etwas befremdlich, wenn er zum Abend hin anfängt zu funkeln wie ein Swarowskisteinchen, aber irgendwie ist er selbst dann noch bezaubernd.



Pumpkin-Spice-Sirup und Pumpkin-Spice-Latte

Wir haben letzte Woche mal wieder unseren heißgeliebten Kürbis-Hackfleisch-Auflauf gegessen. Aus diesem Grund hatten wir noch ein wenig Kürbis übrig. Aus diesem habe ich Kürbispüree gemacht der anschließend im Kühlschrank auf seinen Einsatz wartete. Dabei bin ich im Internet immer wieder über den Pumpkin-Spice-Latte gestolpert und dachte mir: Ach, warum nicht? Für diesen Kaffee braucht man allerdings erstmal Pumpkin-Spice-Sirup. Ich hab in erster Linie amerikanische Rezepte mit den entsprechenden Mengenangaben gefunden. Glücklicherweise hatte ich mir bei unserem letzten USA-Aufenthalt Cupmessbecher in unterschiedlichen Großen gekauft, die die Umsetzung amerikanischer Rezepte doch erheblich erleichtern. Im großen und ganzen habe ich mich an diesem Rezept (klick) orientiert.


Für den Latte 150 ml Milch erhitzen und aufschäumen. 60 ml Kaffee mit 2-3 TL Sirup vermengen und die aufgeschäumte Milch dazugeben. Um ehrlich zu sein, habe ich mir etwas mehr Kürbisgeschmack gewünscht, aber irgendwie dominieren geschmacklich doch die Gewürze. Schade eigentlich.



Mittwoch, 2. Oktober 2013

Un week-end à Paris (Teil 1)


Mein Geburtstag ist zwar schon ein wenig her, aber am letzten Wochenende wurde mein Geschenk in die Tat umgesetzt: Ein Wochenende in Paris. Ich war noch nie in Frankreich, oder zumindest nicht richtig. In jungen Jahren bin ich mit dem Bus drei mal nach Spanien gefahen und da muss man ja nun mal gezwungenermaßen durch Frankreich hindurch brausen. Mit meinen 38 Jahren auf dem Buckel wurde es also nun so langsam echt mal Zeit unseren Nachbarn einen Besuch abzustatten.
Meine größte Sorge lag allerdings in der französischen Sprache. Ich hatte wahre Horrorstorys über die Franzosen gehört. Sie sollen sich partout (!) weigern englisch zu sprechen weil sie die Engländer nicht leiden können und uns Deutsche finden sie eh doof. Ich hatte vor zwei Jahren vor unserem Urlaub in der kanadischen Provinz Québec ähnliches gehört und mir damals einen Crashkurs in Französisch reingezogen. Das war auch ganz schlau, denn wir sind tatsächlich an einige Kanadier geraten die bei der englischen Sprache nur mit den Schultern gezuckt haben. Mit meinen bescheidenen Neufranzösischkenntnissen war ich aber wenigsten in der Lage nach einem freien Zimmer zu fragen oder Essen zu bestellen. Für mehr reichte es dann jedoch nicht.
Und mit diesen bescheidenen, nur zum Teil noch hängen gebliebenen Wortfetzen ging es dann vergangenes Wochenende also in die französische Hauptstadt. Hier hab ich dann jedoch schnell feststellen müssen, dass meine Sorge absolut unberechtigt war: zumindest bei allen touristischen Attraktionen sowie auch in unserem Hotel war englisch überhaupt kein Problem und wir sind auch in keinster Weise unhöflich behandelt worden. Ganz im Gegenteil, ich empfand die Franzosen in Paris als durchaus hilfsbereit und auch Paris präsentierte sich im strahlenden Sonnenschein von seiner besten Seite.
Da wir bereits Samstag Mittag in Paris waren, hatten wir genügend Zeit unsere ersten "Touri-Punkte" abzuarbeiten. Also ging es bei strahlendem Sonnenschein Richtung Montmatre zur Basilica Sacré-Cœur. Mit diesem Vorhaben waren wir jedoch nicht allein unterwegs und so tummelten sich zig Touristen auf den Treppen vor der Kirche rum, so dass von der angeblichen romantischen Stimmung zum Sonnenuntergang nichts zu merken war. Die Kirche war nicht weniger voll, aber trotzdem sehr beeindruckend. Fotos durfte man leider nicht schießen und so habe ich mich damit begnügt wenigstens für meinen geliebten Fußballverein beim anstehenden Nordderby mit einer Kerze um göttlichen Beistand zu bitten. Und was soll ich eigentlich Ungläubige sagen? Es hat funktioniert! Wir sind dann weiter Richtung Friedhof gegangen. Ich mag die friedliche und ruhige Stimmung auf Friedhöfen und ganz besonders, wenn man zwischen den vielen Gräbern sogar noch einen berühmten Namen wie z.B. Alexandre Dumas findet.


Wir hatten noch genügend Zeit bis zum Abendessen. So haben wir beschlossen den Kirchentag mit einem Besuch beim Glöckner vom Notre Dame abzurunden. Die Kirche ist in der Tat sehr beeindruckend. Im Gegensatz zur Sacré-Cœur ist hier auch das fotografieren in der Kirche erlaubt. Allerdings fand parallel dazu auch noch ein Gottesdienst statt und ich fand es schon irgendwie befremdlich durch das Kirchenschiff zu wandern und hier und da mal ein Foto zu knipsen während der Gottesmann zu einer mehr oder weniger andächtig lauschenden Gemeinde sprach.

Am Abend ging es dann in ein kleines aber sehr niedliches Restaurant in "unserer" Straße. Das Essen war lecker und die Preis im Normalbereich. Das ist dann doch der Vorteil, wenn man nicht direkt neben den Sehenswürdigkeiten seine Unterkunft hat. Eine Freundin hatte mir erzählt, dass sie letztes Jahr für 2 Kaffee in Montmatre 25 € gezahlt hat und das wollte ich ihr auf keinen Fall nach machen!

Freitag, 20. September 2013

Backwahn | Apple Pie

Ich hab mir gerade meine erste Pie-Backform gekauft und diese muss natürlich auch gleich eingeweiht werden. Und was liegt da bei diesem herbstlichen Wetter näher als der gute traditionelle Apple-Pie?

 Für den Teig 250 g Mehl, 175 g Butter, 1 Prise Salz miteinander vermengen und zu einem gescheidigen Teig verkneten. Ca. 4-6 EL eiskaltes Wasser dazu geben. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und ca 30 Minuten kalt stellen. Anschließend 2/3 des Teigs zu einer runden Platte ausrollen und damit die Pie-Form auslegen. Rand andrücken und über den Rand stehenden Teig abschneiden. Mit einer Gaben kleine Löcher in den Boden stechen. Den Boden mit Backpapier bedecken, Hülsenrüchte darauf geben und ca. 15 Minuten bei 200°C blind backen.
Für die Füllung 5-6 säuerliche Äpfel in dünne Scheiben schneiden. Äpfel mit 2 EL Zitronensaft, 100 g Zucker, 1 TL Zimt, 1 EL Maismehl, 50 g geröstete Pinienkerne und 2 EL Whisky verrühren. Hülsenfrüchte und Backpapier vom Boden entfernen und die Apfelmischung gleichmäßig in der Form verteilen. Normalerweise soll bei einem gedeckten Pie noch ca. 50 g Butterflocken auf den Äpfeln verteilt werden. Da die Füllung aber schon sehr saftig ist, habe ich hier darauf verzichtet. Den restlichen Teig ausrollen und auf die Äpfel legen. Am Rand ein wenig andrücken. Mit einem Messer vier Schlitze in den Teigdeckel schneiden, damit dieser beim Backen nicht aufreisst. Da ich noch ein wenig Teig übrig hatte, habe ich noch zwei Ahornblätter ausgestochen und diese als Dekoration auf den Deckel gelegt. Den Deckel mit Eigelb bestreichen und bei 200°C ca. 45 Minuten backen lassen.

Dienstag, 10. September 2013

Spaghetti mit Bruschettasoße und Hähnchenstreifen

Wenn man deprimiert und schlecht gelaunt aus dem Büro kommt ist es schön, wenn zu Hause jemand auf einen wartet, der einen einfach in den Arm nimmt, den Nacken massiert und immer ein offenes Ohr für die alltäglichen Sorgen hat. Ich bin in dieser Hinsicht ein richtiger Glückspilz.

Doch ich bekomme nicht nur seelische Streicheleinheiten, sondern es wird auch für mein leibliches Wohl gesorgt:


Spaghetti in Salzwasser kochen, abgießen und etwa 100 ml von dem Nudelwasser auffangen. 800g Tomaten waschen und in kleine Würfel schneiden. 2 Knoblauchzehen schälen und mit einer Gabel zerdrücken. 1 Bund Basilikum fein hacken. Tomaten, Knoblauch und Basilikum mit 5 EL Olivenöl vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Honig abschmecken. 500 g Hähnchenfilet waschen, trocken tupfen und in kleine Stücke schneiden. In einer geölten Pfanne anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. 80 g Parmesan hobeln. Das Fleisch zusammen mit der Tomatensauce und dem Nudelwasser zu den Spaghetti geben, gut verrühren und servieren. Abschließend mit Parmesankäse bestreuen.

Blaubeer-Tiramisu


Ich hatte mal wieder Lust auf Tiramisu. Für diese kleinen Leckereien benötigt man 8 Löffelbiskuits, 12 EL starken Kaffee, 250 g Mascapone, 250 g Magerquark, 125 ml Eierlikör, 60 g Zucker, 4 TL Schokoladenraspeln und nach Bedarf ein wenig Obst (Kirschen, Erdbeeren, Blaubeeren oder dergleichen). 4 Löffelbiskuits in 4 Gläser verteilen und mit 6 EL Kaffee beträufeln. Mascapone, Quark, Eierlikör und Zucker miteinander verrühren. Die Hälfte der Massen auf den getränkten Biskuits verteilen. Einige Beeren darauf verteilen und dann die ganze Prozedur wiederholen. Die oberste Schicht mit Schokoraspeln bestreuen und das Tiramisu mindestends 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.


Montag, 9. September 2013

My last Game in Green

An diesem Wochenende war einiges in Bremen los: Viertelfest, Höfenfest und das Abschiedsspiel von Torsten Frings. Ich hatte mich an diesem Wochenende ausschließlich für Letzteres entschieden und so traurig das nun klingt: Ich bin schon lange nicht mehr mit einem so guten Gefühl ins Weserstadion gegangen wie am Samstag Abend.

Der "Lutscher" hatte eingeladen und die Crème de la Crème des Fußballs hatte zugesagt. Für mich stand mit Bekanntgabe dieses Spiels ziemlich schnell fest: ich muss dabei sein! Einmal noch Ivan Klasnić zusammen mit Ailton auf Torejagd gehen sehen in Kombination mit den geniale Pässen aus dem Mittelfeld von "Le Chef" persönlich. Und genau das gab es dann auch zu sehen. Ebenso wie Diego und Naldo wieder im "richtigen" Trikot und Thomas Schaaf auf der Trainerbank. Ich denke, der Abend war für alle sehr emotional und bewegend sowohl für die Spieler als auch für die Zuschauer. Die Spieler (egal ob für das Werder Allstars Team oder Torsten & Friends) wurde begeistert wie Rockstars begrüßt. Dies dürfte vor allem Tim Wiese gut getan haben, der in Hoffenheim ja nur noch auf dem Abstellgleis steht. Gänsehaut gab es sicherlich auch bei Micoud und Ailton, als die Fans ihre "Hymnen" anstimmten. Manchmal habe ich mich dabei gefragt, wessen Abschiedsspiel das hier eigentlich wirklich war ;-)








Es war auf jeden Fall ein sehr gelungener Abend und es gab ein Torefest wie zu besten Zeiten (6:8). Und um dieses schöne Gefühl noch ein wenig länger auszukosten, wurde am Sonntag Abend noch einmal die DVD der Double-Saison angesehen. Werder-Fan zu sein kann wirklich schön sein!

Sonntag, 8. September 2013

Kürbis-Lasagne

Der erste Hokaido-Kürbis in diesem Jahr lagerte bereits ein paar Tage in unserer Küche. Wir sind beide große Kürbisfans und sind uns einig darüber, dass das Schönste am Herbst dir Kürbissaison ist. Wir haben schon einige Gerichte ausprobiert, von denen sicherlich das eine oder andere dieses Jahr wieder auf unserem Tisch landen wird. Aber es ist auch immer wieder gut was Neues auszuprobieren. Aus diesem Grund gab es also keine Kürbis-Hackfleischauflauf oder Ofenkürbis mit Lamm und Feta, sondern eine einfache Kürbis-Lasagne:


Den Kürbis (ca. 1kg) in kleine Stücke schneiden. 2 Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden. 4 Stiele frischen Thymian waschen und die Blättchen abzupfen. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und darin die Zwiebeln und den Kürbis anschmoren. Den Thymian dazu geben. Eine Packung (500g) geschälte Tomaten in Stückchen dazu geben, aufkochen lassen und mit Salz und Pfeffer würzen. Für die Béchamelsoße in einem zweiten Topf 40g Butter schmelzen lassen. 40g Mehl dazugeben und unter Rühren anschwitzen. 250ml Sahne und 250ml Milch nach und nach dazu gießen, aufkochen und bei schwacher Hitze quellen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Mit 4 EL der Soße den Boden einer Aufflaufform bestreichen. 3 Lasagneblätter darauf verteilen. 1/3 der Kürbis-Tomatensoße darauf verteilen. 1/3 der Béchamelsoße darüber gießen. Den Vorgang zweimal wiederholen. Die Lasagne mit 125g dünn geschnittenen Mozzarella Käse und 40g geriebenden Parmesankäse bedecken. Im vorgeheizten Backofen (200°C) ca. 45 Minuten backen.

Flammkuchen mit Pfifferlingen

Auch wenn die Temperaturen diese Wochen wieder in sommerliche Sphären ansteigen, so lässt sich doch nicht leugnen, dass der Herbst ganz fest an die Haustür klopft. Auf dem Wochenmarkt ist mein Blick an den Pfifferlingen kleben geblieben. Da mein Freund im Gegensatz zu mir kein großer Risotto-Fan ist musste eine andere Idee her: Flammkuchen.


Für Flammkuchen benötigt man einen dünnen Hefeteig (im Internet findet man ja einige Rezepte, ich war mal wieder faul und habe mich für die Variante aus dem Kühlregal entschieden), 200g Schmand, 200g Pfifferling, 150g Scharlotten, 250g Cocktailtomaten, Rosmarin, Salz und Pfeffer. Die Pfifferlinge in einer Pfanne ohne Fett anbraten. Den Schmand mit Salz und Pfeffer würzen und den Teig damit bestreichen. Die Zwiebeln, Pfifferlinge und Tomaten dauf versteilen und mit Rosmarin bestreuen. Für 15 Minuten in vorgeheizten Ofen (200°C) backen.