Montag, 31. Dezember 2012

Weihnachtsmenü

Seit ich von zu Hause ausgezogen bin, lade ich meine Eltern Heiligabend zu mir ein. Ich lege daher auch viel Wert auf einen vernünftigen Tannenbaum, auch wenn ich mich jedes Jahr über die Preise verjage! Aber da wir ja nun mal Gäste haben lohnt sich der Aufwand in meinen Augen und auch der diesjährige Baum war mal wieder ein Prachtexemplar. Da mein Freund allerdings nicht unbedingt der größte Weihnachtsfan ist, versuche ich aber auch ihm gerecht zu werden und so landen alljährlich auch nicht allzu weihnachtliche Kugeln in unserem Baum:



Zu unserem Weihnachtsmenü gab es dieses Jahr als Vorspeise einen scharfen Bohnensalat, als Hauptgang Hirschmedaillons in Feigensoße mit Rotkohl und Kartoffeltalern und als Nachtisch Apfeltarte.


Alles ist gelungen, die Gäste wurden satt, ich für meinen Teil habe mich sehr über meine Weihnachtsgeschenke gefreut (und ich glaube, meine sind auch ganz gut angekommen) und auch sonst war das diesjährige Weihnachtsprogramm weit weg von Hektik. Genauso gefällt mir das!

Freitag, 28. Dezember 2012

Das Haus zur besonderen Verwendung

Ein schönes Buch. Ganz anders als "Der Junge im gestreiften Pyjama", aber genauso packend. Erzählt wird die Geschichte des Russen Georgi Jatschmenew, der als 16-jähriger ein Attentat auf den Vetter des Zaren verhindert und somit zum Leibwächter für den jungen Zarewischt Alexei in den Winterpalast in St. Petersburg eingestellt wird. Georgi freundet sich schnell mit seinem Schützling an und findet auch Gefallen an dessen Schwester Anastasia. Er erlebt die russische Revolution und die Abdankung des Zaren sowie die Verschleppung der Zarenfamilie nach Jekaterinburg in "das Haus zur besonderen Verwendung". Ein weiterer Erzählstrang ist die Geschichte des in London lebenden 82-jährigen Georgi und seiner an Krebs erkrankten Frau Soja. Diese Geschichte wird rückwärts erzählt und am Ende des Buches treffen genau diese beiden Erzählstränge aufeinander.

Der Autor hält sich grundsätzlich an die geschichtlichen Fakten aber da es sich hier um einen Roman und nicht um ein Geschichtsbuch handelt ist natürlich ein bißchen Fiktion vorhanden. Dies ist sehr schön gelungen und ergibt eine sehr stimmige Geschichte. Lesenswert!

Dienstag, 18. Dezember 2012

Weihnachtsbäckerei die 2.

Da die erste Ladung Kekse in Rekordzeit vernichtet wurde musste schnell Nachschub her:

gefüllte Marzipanstangen:



Eierlikörtaler:



Wenn ich ganz viel Lust habe, werde ich mich dieses Jahr noch einmal in die Küche stellen. Mal sehen...

Sonntag, 16. Dezember 2012

Schneller Gyros-Eintopf

Es war mal wieder soweit: ich wurde diese Woche bekocht. Gezaubert wurde dieser leckere Gyros-Eintopf.


Rezept:
(für 4 Personen)
2 Zwiebeln
1 rote Paprikaschote
1-2 EL Öl
600 g fertiges Gyrosfleisch vom Fleischer
Salz, Pfeffer, Edelsüßpaprika
1 Dose Tomaten (850 ml)
1/2 Bund Schnittlauch
200 g Schmand

Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Paprika putzen, waschen und würfeln. Öl in einem Schmortopf erhitzen. Gyros, Zwiebeln und Paprika darin anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Paprika kräftig würzen. Tomaten samt Saft dazu geben (laut Rezept sollte noch 400 ml Wasser dazugegeben werden, aber für unseren Geschmack war der Eintopf schon flüssig genug). Aufkochen; Tomaten etwas zerdrücken. Zugedeckt 8-10 Minuten köcheln.

Schnittlauch waschen und in feine Röllchen schneiden. Eintopf mit Schmand und Schnittlauch anrichten. Dazu Brot reichen.


Urlaubslektüre: Verrückt in Alabama

 
 
Urlaubslektüre Nr. 2 war "Verrückt in Alabama". Wir schreiben das Jahre 1965. Der Klapptext des Buches irritiert ein wenig, denn so könnte man auf die Idee kommen, dass die Geschichte ausschließlich von Lucille handelt, die kurzerhand ihren Ehegatten ein Kopf kleiner gemacht hat, ihre 6 Kinder bei ihrer Mutter abliefert und sich auf den Weg nach Hollywood begibt um dort als Schauspielerin Karierre zu  machen. Im Gepäck dabei hat sich stets den abgetrennten Kopf ihres dahin geschiedenen Ehegattens was sich im Laufe ihrer Reise als durchaus hinderlich entpuppt. Das ist aber nur die halbe Geschichte: das Buch handelt ebenfalls von ihrem 10-jährigen Neffen Peejoe, der eigentlich mit seinem Bruder bei seiner Großmutter lebt. Durch die Invasion von Lucilles 6 Kindern werden er und sein Bruder stattdessen bei seinem Onkel untergebracht. Hier erlebt er hautnah die zu dieser Zeit beginnenden Rassenunruhen und den dadurch entstehenden Wandel in der amerikanischen Gesellschaft mit. 
Beide Erzählstränge sind toll geschrieben, aber ich hatte anfangs den Eindruck, dass der Autor sich nicht so ganz sicher war, welche der beiden Storys er eigentlich erzählen möchte. Er schafft es zum Glück die beiden Erzählstränge am Ende zu einer Einheit gut miteinander zu verknüpfen. 


Urlaubslektüre: Looking for Alaska

Da ich mit meinem Buch das Haus zur besonderen Verwendung fast durch war und es sich daher nicht gelohnt hätte es mitzunehmen, musste andere Lektüre her. Da wir ja nun im englisch sprachigen Raum waren dachte ich, dass es vielleicht ganz nett wäre auch mal wieder was auf englisch zu lesen. Und da dieses Buch schon etwas länger in meinem Bücherregal schlummerte, war es an der Zeit es endlich mal in die Hand zu nehmen.


Eine gute Entscheidung: eine gelungene, überhaupt nicht teeniemäßige und in wunderschöne Worte gefasste Geschichte. Das Buch ist in die zwei Teile "Before" und "After" gegliedert. Als ich mit dem "Before"-Teil durch war stellte ich mir durchaus die Frage "Und? Was soll jetzt noch kommen?". Der "After"-Teil ist aber genauso packend und zeigt die bisherige Geschichte aus einem anderen Blickwinkel. Das fand ich sehr toll und es war mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von John Green.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Katzenjammer

Seit August 2010 habe ich ich eigentlich durchgehend eine kranke Katze zu versorgen. Damals wurde bei meinem Kater Baghira eine Insuffizienz der linken Herzklappe festgestellt. Seit diesem Tag bestimmte die Tabletteneingabe unser tägliches Leben. Mein Freund und ich mussten unserem Kleinen täglich dreimal mit Tabletten versorgen und es kann sich sicherlich jeder vorstellen, dass das kein Tier freiwillig mitmacht. Wir haben auch eine Weile gebraucht, bis wir eine Methode gefunden hatten alle erforderlichen Medikamente in den Kater reinzubekommen, ohne ihn und uns dabei mehr zu quälen als es unbedingt notwendig war. Die Tabletten haben wir immer mit einem Mörser zerdrückt und dann mit weichem Futter vermengt. Dieses haben wir in eine Spritze gefüllt, und dem Kater ins Mäulchen gespritzt. Eigentlich wäre es besser gewesen jede Tablette einzeln zu verabreichen, aber bei 6-7 verschiedenen Medikamenten ist das eigentlich unmöglich. Unsere Tierärztin meinte dazu auch:"Wichtig ist, dass er die Tabletten bekommt - das "wie" ist dabei nebensächlich!" Auch wenn die Zeit nicht immer leicht und auch anstrengend war, hatten wir unserem Kater noch eine schöne Zeit ermöglicht und ich will keine Sekunde davon missen. Im Mai 2011 hatte sich dann bei ihm eine Thrombose entwickelt und das war für uns dann auch der Zeitpunkt ihn (wenn auch schweren Herzens) gehen zu lassen.

Baghira (links) und Kumpel Mellon im Frühjahr 2010

Im August 2011 wurde dann bei meiner Katze Kiani Asthma diagnostiziert. Anfangs bekam sie zur schnellen Linderung eine Kortisonspritze und anschließend täglich Tabletten. Leider hat Kortison die schlechte Angewohnheit Diabetes auszulösen. Obwohl wir die Dosis bereits auf eine 1/4 Tablette täglich reduzieren konnten haben wir bei Kiani zuletzt ein vermehrtes Trinkbedürfnis sowie eine stetige Gewichtsabnahme bemerkt. Die Untersuchung in der Tierklinik haben unsere Befürchtungen leider bestätigt: Kiani hat Diabetes und weil das alleine ja nicht reicht obendrein noch eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse sowie eine Blasenentzündung. Die Entzündung der Bauchspeicheldrüse ist auch dafür verantwortlilch, dass die kleine Dame nicht fressen mag.

Gestern war ich also nun damit beschäftigt meine Katze zwangszuernähren und ihr anschließend Insulin zu spritzen. Und hier zahlt sich aus, dass ich durch Baghiras Behandlung mittlerweile die Routine habe Tabletten, Spritzen oder sonst was zu verabreichen. Heute morgen hat sie mich aber angenehm überrascht, als sie sich mit gutem Hunger auf Mellons Napf stürzte. Der hat mich zwar etwas sparsam an geguckt, aber als ich ihm einen neuen Napf vor die Nase setzte war auch er wieder versöhnt. Ich brauchte somit nur noch Kianis Insulinspritze fertig machen, ihr diese verabreichen (geht leichter als ich dachte) und das wars. Wegen ihrem Asthma haben wir die Medikation auf  Inhalation mit dem Aerokat umgestellt, was unsere Kleine inzwischen auch gut mitmacht. Mit etwas Glück könnte dadurch auch der Diabetes wieder verschwinden da die Belastung für den Körper durch das Inhalieren wesentlich geringer ist. Das wäre zur Abwechslung mal eine gute Nachricht. Aber bis es soweit ist heißt es: Daumen drücken!


Bis dahin: Gute Besserung, meine Kleine!

Sonntag, 9. Dezember 2012

Urlaub in Florida | Die Ostküste

Von der faszinierenden Natur der Westküste ging es erstmal weiter in die Großstadt Orlando. Wir hatten uns im Vorfeld entschieden die Universalstudios zu besuchen. Mein Freund hatte diese zwar bereits vor über 10 Jahren gesehen, aber bis auf die "Terminator"-Vorstellung und eine verbesserte Version der "Disaster"Tour war vieles auch für ihn neu. Ganz großartig fand ich die "Simpson Ride" und die 3D Vorstellung von "Despicable me". Toll, wie Bilder und ein wenig Geruckel des Sitzes dem menschlichen Hirn vorgaukeln können, tatsächlich mit einer Affengeschwindigkeit durch die Gegend zu düsen und sogar gegen Gegenstände zu stoßen. Sehr gut gefallen hat mir auch die Fahrt durch den Tempel der "Mumie", bei der sich die Gondel in sämtliche Richtungen gedreht hat. Die einzige Enttäuschung war die "Men in Black"-Fahrt, die eigentlich ziemlich cool gemacht war (man hat mit den im Wagon installierten Waffen auf Aliens geschossen und dafür Punkte erhalten), aber leider durch einen technischen Deffekt abgebrochen werden musste. Insgesamt war es aber doch ein gelungener Tag, den wir auch komplett ausgenutzt haben.



Mit diesem kurzen Zwischenstopp im "Landesinneren" ging es dann weiter zur Ostküste Floridas nach Vero Beach. Wir haben mittlerweile richtig Gefallen an amerikanischen Kleinstädten gefunden und auch hier haben wir die Ruhe gefunden, die wir uns gewünscht hatten. Der Strand war sehr schön und auch alles andere als überfüllt. Allerdings merkt man schon, dass man hier einen Ozean und nicht eine Bucht vor der Nase hat. Die Wellen waren ziemlich hoch und auch am Strand wehte eine ordentliche Brise. Zum Baden hat mich das nicht unbedingt eingeladen, aber ich bin auch schon total glücklich, wenn ich einfach am Strand stehe und frische Seeluft schnuppern kann.



Unsere letzte Station war Miami Beach. Da wir nicht wussten, wie reisefreudig die Amerikaner an Thanksgiving sind, hatten wir unser Hotel bereits im Vorfeld gebucht. Die Straßen waren insgesamt allerdings ziemlich leer und die wenigen Gestalten, die wir unterwegs gesehen hatten sahen auch eher aus als wären sie von ihren Familien verstoßen worden. Miami Beach hat sich ziemlich von unseren bisherigen Stationen unterschieden. Haben wir bisher doch eher die Ruhe gesucht, herrschte hier am Ocean Drive doch reges Treiben. Auch wenn man sieht, dass hier auch Leute mit viel Geld auf dem Konto rumlaufen, hatte es für mich doch ein wenig Mallorca-Atmosphäre (allerdings ohne die ganzen Schnapsleichen!). Der Strand war aber sehr schön und das Wasser hatte eine ganz tolle Farbe. Das Art Deco-Viertel hat mir auch sehr gut gefallen und Dank des "Black Friday" haben wir sogar noch ein wenig geshoppt. Insgesamt war es ein gelungener Abschluss unserer Floridatour.

Samstag, 8. Dezember 2012

Urlaub in Florida | Die Westküste

Von den Everglades ging es weiter an die Westküste Floridas am Golf von Mexico. Unser erstes Ziel war Naples, eine sehr hübsche Kleinstadt mit einer sehr hohen Dichte an Rentnern und Millionären. Das klingt jetzt erstmal eher abschreckend, aber die Stadt hat mir richtig gut gefallen. Hier gibt es einen ganz tollen sehr langen Strand der zu Spaziergängen einlädt sowie einen ca. 300 m langen Pier der vor über 100 Jahren bereits errichtet wurde. Angeln ist in ganz Florida ein sehr beliebter Sport und überall wo diese Möglichkeit besteht sind auch entsprechende Vorrichtungen zu finden, den Fisch gleich zu verarbeiten.



Weiter ging es nach Fort Myers, dem Winterdomizil von Thomas Edison und seinem Nachbarn Henry Ford. Die Häuser der beiden kann man besichtigen und die Werkstatt von Edison wird mit Glühbirnen beleuchtet, wie sie damals von Edison entwickelt wurden. Von Fort Myers ist es auch nur ein kurzer Weg zu der Muschelinsel Sanibel Island. Hier findet man noch ruhige Strände und wunderbare Möglichkeiten zu baden. Von der schlimmen Ölkatastrophe von 2010 merkt man zum Glück nichts mehr.



In Clearwater haben wir ein Motel direkt auf der vorgelagerten "Insel" Clearwater Beach gefunden. Der Strand hat mir hier am besten gefallen: sehr feiner weißer Sand und nur wenige Muscheln, die einem die Fußsohlen aufschlitzen konnten. In unserem Motel gab es dieses mal kein Frühstück, aber wir hatten das Glück, dass wir IHOP (International House Of Pancakes) in unmittelbarer Nähe hatten. Wer es schafft die vier Pancakes komplett aufzuessen braucht für den Rest des Tages nichts mehr. So gesehen eigentlich sehr praktisch :-) Und ich finde es auch sehr schön, wenn man hier einfach nur "Coffee" bestellt und gleich eine ganze Kanne voll erhält. In Clearwater gibt es auch das "Marine Aquarium" in dem verletzte und kranke Meeresbewohner behandelt werden. Tiere, die in der freien Wildbahn nicht mehr überleben könnten bleiben dort so wie z.B. die Delphin-Dame "Winter" die ihre Schwanzflosse verloren hat.



Kommen wir nun zu meinem persönlichen Highlight: Crystal River! Der Ort wirkt auf den ersten Blick ein wenig unspektakulär, aber hier gibt es eine der wenigen Gelegenheiten mit Seekühen (oder Manatees wie sie hier genannt werden) zu schnorcheln. Das Wasser in dieser Bucht ist konstant 22°C warm und bietet den kälteempfindlichen Tieren einen wunderbaren Platz um zu überwintern. Das Wasser ist obendrein wie der Ortsname vermuten lässt kristallklar und somit ideal zum Schnocheln. Die Manatees sind total neugierig, kommen von sich aus auch auf die Menschen zu, stupsen sie an, lassen sich streichen und hin und wieder wird man von diesen auch liebevoll umarmt. Ein unvergessliches Erlebnis! In der näheren Umgebung von Crystal River haben wir später auch noch alte Bekannte aus den Everglades getroffen, sowie wie die eigentlich hässlichen und dadurch schon wieder total niedlichen Gürteltiere. Ich freue mich ja immer wie ein kleines Kind, wenn ich für mich ungewöhnliche Tiere in der freien Natur sehe.