Mittwoch, 25. Juli 2012

Tiefe Wunden



Ich glaube, ich habe bereits erwähnt, dass dies nicht gerade mein Lesejahr ist. Nun gut, ich habe es trotzdem mal wieder geschafft ein Buch zu beenden. "Tiefe Wunden" ist neben "Schneewittchen muss sterben" bereits der zweite Krimi den ich von Nele Neuhaus gelesen habe. Bedauerlicherweise musste ich nun feststellen, dass ich die beiden Bücher in der falschen Reihenfolge gelesen habe. Egal! Ganz so wichtig ist das für den jeweiligen Fall zum Glück nicht und so sehr interessiert mich das Privatleben der Ermittler nun auch wieder nicht.

"Tiefe Wunden" ist wieder einmal ein sehr spannender Krimi. Ein 92-jähriger Holocaust Überlebender wird per Genickschuss in seinem Haus ermordet. Bei der genaueren Untersuchung der Leiche wird jedoch eine Blutgruppentätowierung gefunden, wie sie im 2. Weltkrieg von den Angehörigen der SS getragen wurden. Wie passt das zusammen? Das fragen sich auch die beiden Ermittler und schon steckt man drin in diesem wirklich spannenden Krimi. Was ich der Autorin jedoch ein wenig ankreiden muss: es werden in den ersten Kapiteln des Buches so viele Charaktere eingeführt, dass man als Leser schnell den Überblick verliert. Ich musste während des Lesens öfters hin und her blättern um noch mal nachzulesen, um welche Person es sich hier und da eigentlich handelt. In ihrem Nachfolger "Schneewittchen muss sterben" ist das zum Glück nicht so extrem. Was mir in beiden Büchern sehr gut gefällt ist, dass der Fall aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt wird. Im Gegensatz zu vielen anderen Krimis, wird dem Leser dabei aber nicht verraten wer der Mörder ist. Dadurch wird immer schön viel angedeutet, aber bevor zu viel verraten wird, wird die Szene gewechselt. Als Leser fühlt man sich da fast wie ein Rennhund, dem ständig der Hase vor die Nase gehalten wird und den man trotzdem nicht fassen kann. Da hilft nur: weiterlesen!

Sonntag, 22. Juli 2012

American Pancakes

So fängt der Sonntag doch gut an:



Rezept:
150 g Mehl
4 EL Zucker
1 gestrichener TL Backpulver
1 Prise Salz
200 ml Milch
1 Ei
3 EL Öl

Alles zusammen in einer Schüssel verrühren und einige Minuten quellen lassen. Bei niedriger Temperatur in einer beschichteten Pfanne ausbacken.

Samstag, 21. Juli 2012

Unterwegs in Bremen | Eisen geht an Bord

Im Bremer Viertel gibt es eine Kneipe, die "Eisen" heißt. Vor einigen Jahren hätte ich sogar behauptet, dass das "Eisen" meine Stammkneipe ist. Hier habe ich mich oft mit Freunden getroffen und den einen oder anderen netten Abend verbracht. Seit ein paar Jahren veranstaltet das "Eisen" einmal im Jahr das Event "Eisen geht an Bord". Die Kneipe bleibt an diesem Abend geschlossen und die ganze Belegschaft zieht mit ihren Gästen auf das Schiff "Ozeana" um. Das Schiff legt um 20h ab, fährt die Weser einmal rauf und runter um dann gegen 1h am Martinianleger wieder anzulegen. Danach geht es dann wieder ins Viertel und im "Eisen" darf dann weiter gefeiert werden. Dieses Jahr waren wir zum ersten mal dabei und es hat irre Spaß gemacht. Nächstes Jahr sind wir auf jeden Fall wieder mit an Bord.















Bolognese-Kartoffel-Gratin

Ich habe von meinen Eltern frisch geerntete rote Kartoffeln aus dem Garten bekommen. Dieses Exemplar fand ich dann aber mal richtig entzückend:


Vorgestern gab es bei uns dann ein leckeres Bolognese-Kartoffel-Gratin (Rezept) (< für 2 Personen habe ich ungefähr ein Drittel der angegebenen Menge verwendet.)



Dienstag, 17. Juli 2012

Unterwegs in Bremen | Breminale

Der Name sorgt bei Nicht-Bremern gerne für Verwirrung. Aber die Breminale hat nichts mit der ähnlich klingenden Berlinale zu tun. Hier werden keine Filme gezeigt und Preise verteilt, sondern hier wird unter freiem Himmel gegessen (hier gibt es die weltbesten Falafel überhaupt!), getrunken und feine Musik gehört. Da man bei einem Open-Air-Event ja leider immer vom Wetter abhängig ist, wurde der Termin von Ende Mai/Anfang Juni in den Juli verschoben, aber wer Bremen kennt weiß, dass das gar nicht nötig gewesen wäre: regnen wird es sowieso! Dieses Jahr hatte der teilweise dunkle Himmel jedoch ein Einsehen und hat nur vereinzelte Tropfen auf die insgesamt 180.000 Besucher losgelassen.











Eine kleine Überraschung waren die aus Bremen-Nord kommende Band "De foffig Penns". Die Jungs spielen seit 2003 Elektro-Hip-Hop mit plattdeutschen Texten. Ich selbst spreche leider kein Platt, aber meine Omas haben das häufig gesprochen, so dass ich immerhin ein wenig verstehen kann. Die drei haben einen tollen und witzigen Auftritt hingelegt, und selbst wir eingefleischte Gitarrenfans konnten uns dem nicht entziehen.





Freitag, 13. Juli 2012

Heidelbeer-Muffins

Ich hatte mal wieder das dringende Bedürfnis zu backen und als ich dann auf dem Wochenmarkt die letzte Schale Heidelbeeren ergattern konnte, hab ich mich zu Hause gleich ans Werk gemacht.



Für 12 Muffins braucht man:
250 g Heidelbeeren
275 g Mehl
3 TL Backpulver
1 Ei (Größe M)
1 Päckchen Vanillezucker
125 g weiche Butter
250 ml Milch
Puderzucker zum Bestäuben

Heidelbeeren waschen, putzen und trocken tupfen. Eier verquirlen. Zucker, Vanillezucker, Butter und Milch unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und nach und nach unterrühren. Die Heidelbeeren vorsichtig unter den Teig heben. Muffinblech mit Papierförmchen auslegen und gleichmäßig mit Teig füllen. Muffins bei 175° C (E-Herd) ca. 25 Minuten backen. Muffins abkühlen lassen und anschließend mit Puderzucker bestäuben.

Dienstag, 10. Juli 2012

Herbstessen bei herbstlichem Sommerwetter

Hier im Norden ist es momentan deutlich kühler und regnerischer geworden. Und um dem Wetter entsprechenden Tribut zu zollen gab es auf dem Wochenmarkt doch tatsächlich Hokaido-Kürbis. Ich bin ein ausgesprochener Kürbisfan und konnte daher nicht einfach vorbei gehen. So gab es dann also passend zum verregneten Wetter einen Herbstvorboten auf dem Teller: Ofenkürbis mit Lamm und Feta.



Für 4 Portionen benötigt man:
1,2 kg Kürbis (Hokaido- oder Gartenkürbis)
2 Knoblauchzehen
1 Bund Petersilie
5 EL Öl
Salz und Pfeffer
abgeriebener Schale von einer Biozitrone (ich nehme stattdessen immer 1 Päckchen Citroback)
150 g Feta
150g Crème fraîche
600 g Lammfilet

Den Ofen auf 175°C vorheizen (E-Herd). Kürbis waschen, trocken tupfen, vierteln, entkernen und in dünne Streifen schneiden (ca. 1 cm dick). Knoblauch schälen und klein schneiden, Petersilie klein hacken. Öl mit 3/4 der Zitronenschale, Knoblauch und der Petersilie vermischen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, den Kürbis darauf verteilen und mit dem Zitronenschalen-Knoblauch-Petersilie-Öl bestreichen. Kürbis im vorgeheizten Ofen ca. 45 Minuten backen lassen.

In der Zwischenzeit Fetakäse mit einer Gabel zerdrücken und mit Crème fraîche verrühren. Ca. 15 Minuten vor Ende der Backzeit über den Kürbis verteilen.

Lammfilet waschen und trocken tupfen. Öl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch darin rundum 5-6 Minuten anbraten. Mit restlicher Zitronenschale und Petersilie bestreuen und mit Salz und Pfeffer würzen. Kurz darin weiterbraten lassen. Anschließend das Fleisch aus der Pfanne nehmen und in Alufolie einwickeln, damit es warm bleibt. Alles zusammen anrichten.

Samstag, 7. Juli 2012

Brombeer-Shake

Heute beim Einkaufen lachte mich eine Schale mit fast schwarzen Brombeeren an. Ein paar habe ich so genascht, die restlichen wanderten in den Mixer. Zusammen mit Milch und einem kleinen Schuss Ahornsirup ergibt das einen leckeren vitaminreichen Milchshake. Und ich muss mal wieder feststellen, dass ich mir diese ruhig öfter gönnen darf!


Milcheis mit weißer Schokolade und Marshmallows

Ich liebe das "Baked Alaska"-Eis von Ben & Jerry's. Als mir neulich beim Einkaufen Mini-Marshmallows entgegen sprangen, war der Wunsch groß das Eis mal selbst zu machen (oder zumindest es zu versuchen). Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, aber der Geschmack ist natürlich nicht zu vergleichen: mein Eis schmeckt viel besser ;-)






Das Rezept ist ganz einfach:
750 ml Vollmich
100 g Magermilchpulver
125 g Puderzucker
25 g Traubenzucker
Milch, Milchpulver, Puderzucker und Traubenzucker in einen Topf geben, verrühren und langsam erhitzen, damit sich der Zucker vollständig auflöst. Eine halbe Tafel weiße Schokolade dazu geben und diese ebenfalls in der Masse schmelzen lassen. Wenn die Milch kocht den Topf vom Herd nehmen und die Masse in eine Schüssel umfüllen. Die Masse im Kühlschrank abkühlen lassen und anschließend in die Eismaschine geben. Wenn die Masse langsam fest wird die restliche Schokolade klein hacken und zusammen mit den Marshmallows (Menge je nach Geschmack) hinzugeben.

Wem das insgesamt zu süß ist kann ruhig die Zuckermenge reduzieren. Wer cremiges Eis bevorzugt, kann auch Milch und Sahne verwenden (dann die Milchmenge natürlich entsprechend reduzieren). Ich habe übrigens eine ganz einfache Eismaschine: